Syrien von

Massaker an Kindern in Homs

Berichte über neue, unfassbare Gräueltaten in der Rebellenhochburg

Syrien - Massaker an Kindern in Homs © Bild: APA/EPA/SUKI

Die Gräueltaten des Assad-Regimes in der syrischen Rebellenhochburg Homs werden immer bestialischer: Laut Aktivisten wurden am Wochenende 57 Menschen massakriert - die Mehrheit davon waren Kinder. Einige der Kinder seien erwürgt worden, andere mit dem Messer getötet.

Die Leichen seien am Sonntagabend in dem Viertel Karam al-Seitun gefunden worden. Insgesamt starben den Angaben zufolge 28 Kinder, 23 Frauen und sechs Männer. Ein Arzt aus Homs, den der Nachrichtensender Al-Arabiya am Montag interviewte, berichtete außerdem von zahlreichen Vergewaltigungen. Weitere 24 Zivilisten sollen nach Angaben der Opposition in der Nacht getötet worden sein, als sie versuchten, die Stadt Idlib zu verlassen.

Er sagte, es fehle an medizinischen Hilfsmitteln, um Dutzende Verletzte zu behandeln. Die syrische Opposition rief er auf, endlich mehr Einigkeit zu zeigen. Erst dann werde sich die internationale Gemeinschaft zu einem entschlossenen Vorgehen gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen des Regimes von Präsident Assad durchringen, sagte er. Andernfalls drohe ein Völkermord wie einst in Ruanda.

Nationalrat will sichere Zone einrichten
Nach den jüngsten Massakern in der Stadt Homs hat der Syrische Nationalrat (SNC) die Einrichtung einer sogenannten sicheren Zone in Syrien gefordert. Angesichts der jüngten Verbrechen des Regimes in Homs sei es notwendig, die Stadt und die umliegenden Gebiete zu schützen. Die Arabische Liga, die Vereinten Nationen und die Organisation der islamischen Staaten müssten dringend einschreiten, um das Töten zu beenden.

Im Libyenkonflikt hatte die Nato im vergangenen Jahr das von Oppositionellen kontrollierte Gebiet im Osten des Landes mit Luftangriffen vor dem Zugriff der Truppen des Diktators Muammar al-Gaddafi geschützt. Für einen vergleichbaren Einsatz in Syrien gibt es bisher kein UN-Mandat.

UNO fordert Frieden in Syrien
Der UN-Sicherheitsrat hat am Montag ein sofortiges Ende des Blutvergießens gefordert. Alle Staaten sprachen sich für einen Stopp der Kämpfe aus, wenn auch mit unterschiedlichen Standpunkten. Während die Vereinten Nationen, westliche und arabische Staaten die Regierung von Präsident Bashar al-Assad für inzwischen etwa 8000 Tote verantwortlich machen, nahm Russland das Regime weiter in Schutz.

"Die internationale Gemeinschaft muss die Gewalt stoppen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Die syrische Regierung hat versagt und ist ihrer Pflicht, das eigene Volk zu schützen, nicht nachgekommen. Und diese schändlichen Aktionen gehen immer weiter." Die Situation sei entsetzlich: "Die Syrer zahlen gerade einen furchtbaren Preis, obwohl sie nur ihr Recht wollen." Auch der frühere UN-Generalsekretär Annan, der im Auftrag der Weltorganisation und der Arabischen Liga die Region bereist, forderte die Staatengemeinschaft zu einem klaren Signal auf. "Die Ermordung von Zivilisten muss sofort aufhören", sagte Annan in Ankara. "Die Welt muss eine klare und gemeinsame Botschaft senden, dass dies einfach nicht hinnehmbar ist."

An Zynismus kaum zu überbieten
US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, dass die USA an die territoriale Souveränität jedes UN-Staates glaubten. "Wir glauben aber nicht, dass dieser Rat schweigen muss, während Menschenrechte mit Füßen getreten werden." Es sei an Zynismus kaum zu überbieten, dass das Regime genau dann mit einer neuen Offensive begonnen habe, als der Sondergesandte Annan in Damaskus eingetroffen sei.

Ihr russischer Kollege Sergej Lawrow räumte ein, dass "ohne Zweifel die syrischen Behörden einen großen Teil der Verantwortung tragen". "Aber wir sollten die Tatsache nicht ignorieren, dass sie jetzt seit langem nicht gegen unbewaffnete Menschen, sondern gegen Kampfeinheiten und extremistische Gruppen wie Al-Kaida-Terroristen kämpfen." Russland hat bereits drei Resolutionen gegen seinen Verbündeten und Waffenkunden Syrien verhindert, keine von ihnen enthielt irgendwelche Strafmaßnahmen oder ging sonst über eine Verurteilung hinaus. Auch ein chinesischer Vertreter bekräftigte am Montag, Peking sei gegen jede Einmischung in innere Angelegenheiten.

Kommentare

Die Unruhen und Gewaltausbrüche in der islamischen Welt zeigen unmissverständlich auf das Israel und die USA nach wie vor auf der richtigen Seite stehen. Um das zu verschleiern und auszublenden nützt noch nicht mal mehr der ärgste Israel/USA-Hass der europäischen rot-grünen Träumer etwas. Nach dem Zerfall des Ostblockes und nun auch noch das Zusammenfallen islamischer Staaten dürfte bei den europäischen rot-grünen Träumer erhebliche Zweifel aufkommen lassen am bisherigen verhalten. Allerdings nur, wenn sie lernbereit sind. Und da sind doch nach wie vor erhebliche Zweifel angebracht.

Syrien Das Regime tötet sein Volk, Kinder, Frauen, Männer. Wo bleibt der Aufschrei der USA ? Wo der der EU ? Warum hat den Typen der dafür verantwortlich ist noch keiner ausgeknipst ? Wie lange will die Weltgemeinschaft es dulden, dass Diktatoren Völker unterjochen, und das im 21. Jahrhundert !

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