Syrien-Krise von

Russen schützen Assad

UNO kann sich nach dem grausamen Massaker nicht auf weiteres Vorgehen einigen

Syrien-Krise - Russen schützen Assad © Bild: REUTERS/John Gress

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich trotz des Massakers in Al-Hula nicht auf eine gemeinsame Haltung in der Syrien-Krise festlegen können. Alle Seiten zeigten sich zwar entsetzt, dass unter den mehr als 100 Opfern allein 49 Kinder seien. Das Regime in Damaskus wird jedoch weiter von Russland in Schutz genommen. UNO-Botschafter Tschurkin warf den anderen Ländern vor, einen Krieg zu riskieren.

Tschurkin bezog sich auf die Ausweisung der syrischen Botschafter aus zahlreichen Staaten nach dem Massaker vom Freitag. Der Rauswurf sei eine Provokation. "Wenn man so etwas macht, sollte man einkalkulieren, dass manche Leute das missverstehen."

USA: UNO-Sicherheitsrat umgehen
Die amerikanische UNO-Botschafterin Susan Rice zeigte sich nach der vertraulichen Unterredung des Rates mit Jean-Marie Guehenno, dem Stellvertreter von Syrien-Sondervermittler Kofi Annan, pessimistisch. Die Staatengemeinschaft müsse notfalls bereit sein, den UNO-Sicherheitsrat zu umgehen, so Rice. Einzelheiten nannte sie nicht.

Die Syrienkrise war auch Thema einer Videokonferenz zwischen US-Präsident Obama, der deutschen Kanzlerin Merkel, dem französischen Präsidenten Hollande und dem italienischen Regierungschef Monti am Abend. Wie das Weiße Haus am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte sprachen die Teilnehmer unter anderem über die "Wichtigkeit, die Gewalt der syrischen Regierung gegen ihr eigenes Volk zu beenden und die Dringlichkeit, einen politischen Übergang zu verwirklichen".

Rebellen wollen Kampf wieder aufnehmen
Die Rebellen in Syrien selbst setzten Assad am Mittwochabend ein Ultimatum, binnen 48 Stunden den Friedensplan des internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan umzusetzen. Sollte dies bis Freitag nicht der Fall sein, werde die Armee der Aufständischen sich an keine Zusagen mehr gebunden fühlen und die Zivilisten, ihre Dörfer und Städte verteidigen, erklärte ein Rebellen-Sprecher über das Internet.

Der syrische Rebellenführer Riad al-Asaad hat unterdessen den früheren UNO-Generalsekretär Annan aufgefordert, seinen Waffenstillstandsplan für gescheitert zu erklären. In diesem Fall könnten die Aufständischen ihre Angriffe gegen die Regierungstruppen wieder aufnehmen, sagte Asaad am Donnerstag dem Fernsehsender Al-Jazeera.

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