Syrien-Konflikt von

Schüsse aus Helikoptern

Armee feuert von oben auf Demonstranten - 22 Todesopfer

Syrien-Konflikt - Schüsse aus Helikoptern © Bild: Reuters

Dramatische Ereignisse im Syrien-Konflikt: Die Armee schießt nun offenbar auch aus Hubschraubern auf Demonstranten. Dabei sollen mindestens 22 Menschen bis jetzt ums Leben gekommen sein.

Die syrische Armee schießt offenbar auch aus Hubschraubern auf Regimegegner. Wie der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Zeugen berichtete, wurde aus Helikoptern mit automatischen Waffen auf eine Menge von Demonstranten nach dem Freitagsgebet in einer nordsyrischen Stadt geschossen. Laut Menschenrechtsaktivisten wurden am Freitag bei den Protesten in Syrien mindestens 22 Menschen getötet.

Erdogan: "Gräueltaten"
Mehrere Demonstranten hätten ihre eigenen Waffen in der Hand, Sicherheitskräfte festgesetzt, als diese keine Munition mehr gehabt hätten, hieß es in dem CNN-Bericht weiter. Der türkische Regierungschef Erdogan warf seinem Nachbarland in ungewohnt scharfer Form "Gräueltaten" an Zivilisten vor. Erdogan sagte wenige Tage nach einem Gespräch mit Assad, die Führung in Damaskus unterschätze die Lage. Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei erhöhte sich indes auf etwa 3.000. Sie fanden nach Behördenangaben Zuflucht in drei Zeltstädten in der Provinz Hatay.

"Nicht akzeptierbar" für Ban Ki-moon
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Einsatz militärischer Gewalt gegen Zivilisten als "nicht akzeptierbar". In einer Mitteilung der Vereinten Nationen vom Freitag in New York hieß es weiter, Ban sei tief besorgt über die Gewalt in Syrien. Er rief das Regime von Präsident Assad zu wirklichen Reformen auf. Assad weigert sich nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile, Telefonate mit Ban zu führen.

Unter dem Eindruck der immer brutaleren Gewalt gegen die syrische Zivilbevölkerung wollen die USA eine Resolution gegen das Regime im UNO-Sicherheitsrat unterstützen. In dem von Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Portugal vorgelegten Resolutionsentwurf soll die Assad-Regierung für systematische Menschenrechtsverletzungen bei ihrem Vorgehen gegen Regimekritiker verurteilt werden. Gegen eine UNO-Resolution kommt bisher vor allem Widerstand aus den Vetomächten Russland und China.

Kommentare

Syrien Konflikt Bei diesem Konflikt schaut der liebe Westen tatenlos zu. Na klar es geht ja wiedermal um Israel und das ist nicht interssiert, dass es in Syrien zu einem Machtwechsel kommt. Da könnt ja jemand ans "Ruder" kommen der Insrael tatsächlich nicht mag. Also beschränkt man sich auf das Säbelsrasseln. Dafür geht die EU und die USA der restlichen Welt auf den Keks und will jedem Land vorschreiben was es zu tun hat. Zuhause hat man zwar nichts im Griff. Aber das ist halt so siehe Berlin und Paris

Seite 1 von 1