Syrien-Konflikt von

Russland entsendet Kriegsschiffe

Soldaten in Krisenregion - um Sicherheit russischer Bürger zu gewährleisten

Syrien-Konflikt - Russland entsendet Kriegsschiffe © Bild: APA/EPA/Warmuth

Russland bereitet einem Agenturbericht zufolge die Entsendung zweier Kriegsschiffe in den syrischen Hafen Tartus vor. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf einen Offizier im Generalstab der russischen Marine, es handle sich um die Landungsschiffe "Nikolai Filtschenkow" und "Zesar Kunikow".

Die zahlreichen Marinesoldaten an Bord könnten im Notfall die Sicherheit russischer Bürger gewährleisten und einen Teil des russischen Materials aus dem Hafen abtransportieren. Der stellvertretende Kommandant der russischen Luftstreitkräfte, Wladimir Gradussow, hatte am Wochenende erklärt, sollten Schiffe zur Rückholung russischer Bürger aus dem Konfliktgebiet nach Syrien entsandt werden, stünden Flugzeuge zu ihrem Schutz bereit. Der Hafen Tartus ist seit der Sowjetzeit ein Stützpunkt der russischen Marine. Russland gilt als enger Verbündeter Syriens.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London bombardierten Regierungstruppen weiter die aufständische Stadt Homs im Zentrum des Landes. Dort habe es am Sonntag 15 Tote gegeben. In der Stadt Mohassan in der Provinz Deir Essor wurden demnach bei einer Explosion vier Menschen getötet, darunter ein Kommandant der Rebellen. In der Provinz Damaskus unternehme die Armee Vorstöße in zahlreichen Orten.

Zivilisten in Sicherheit bringen
Die UNO bemüht sich weiter um eine Evakuierung von Zivilisten aus Homs. Der Leiter der UNO-Beobachtermission in Syrien, Generalmajor Robert Mood, forderte die Konfliktparteien nachdrücklich auf, dies endlich zu ermöglichen. Frauen, Kinder, ältere Menschen und Kranke in Homs und anderen umkämpften Regionen müssten in Sicherheit gebracht werden, erklärte er am Sonntag. Keine Seite sei jedoch bereit, das Feuer einzustellen, beklagte er.

Die UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay sagte vor dem Menschenrechtsrat in Genf, die Angriffe der syrischen Armee mit schweren Waffen auf bewohnte Gebiete seien "Verbrechen gegen die Menschlichkeit und mögliche Kriegsverbrechen". Pillay rief dazu auf, die Verantwortlichen für die Gewalt in Syrien und die Angriffe auf UNO-Beobachter vor Gericht zu bringen.

Kommentare

die armen russischen Bürger was machen die da unten wohl? gehören entweder zur Marine, FSB oder irgendeinem Geheimdienst. Wenn die Menschen da unten die Schnauze voll haben und Assad und sein Gesindel endlich liquidieren, dann habe es die Russen wohl auch nicht ganz lustig. Heisst das jetzt, dass Russland das Syrische Volk unterwerfen will, nur damit Assad am Ruder bleibt? Ich denke, wir sollten unsere Haltung gegenüber den Russen neu überdenken und den Schmusekurs endlich verlassen.

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