Syrien-Konflikt von

Beobachter willkommen

Vertreter der Arabischen Liga werden als Beobachter ins Land gelassen

Syrien-Konflikt - Beobachter willkommen © Bild: Reuters

Kurz vor dem Krisentreffen der Arabischen Liga in Kairo hat Syrien versprochen, Vertreter der Organisation als Beobachter ins Land zu lassen. Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, versprach der Gesandte Syriens in der Arabischen Liga dabei die Bereitschaft seiner Regierung zur Zusammenarbeit.

Im Laufe des Tages wollen die arabischen Staaten in der ägyptischen Hauptstadt über das künftige Vorgehen angesichts der anhaltenden Gewalt gegen die syrische Opposition beraten. Die Arabische Liga ist sich in ihrer Haltung gegenüber dem syrischen Regime uneinig. Obwohl Syrien vor zehn Tagen einem Friedensplan der Liga zugestimmt hatte, verschärfte das Regime von Bashar Assad sein Vorgehen gegen die Demokratiebewegung massiv.

Konferenz in Wien
In Wien kommen heute unterdessen Vertreter syrischer Gemeinden und Aktivisten aus rund 30 Ländern treffen zu einer Konferenz zusammen. Thema der Veranstaltung im Hotel Marriot, zu der rund 80 Teilnehmer erwartet werden, ist die "politische und humanitäre Unterstützung der Revolution" in Syrien.

Man wolle eine "einheitliche Koordination mit den syrischen Aktivisten", sowie eine "Koordination zwischen den Aktivisten im europäischen Ausland" erreichen, um "einheitlichen Druck" auf das syrische Regime ausüben zu können, hieß es in einer Mitteilung der Union.

Die Union aus syrischen Gemeinden und Aktivisten (Union of Syrians abroad) versteht sich als "Untergruppierung des syrischen Nationalen Rates der Opposition" und koordiniert seine Aktivitäten mit dem Rat, so der Unions-Sprecher Amer Alkhatib. Unter anderem ist die Teilnahme von vier Mitgliedern des Syrischen Nationalen Rates der Opposition geplant. Unter diesen befinden sich Mahmoud Kelani, Badr Jamous und Abdel Baset Sida.