Syrien-Konflikt von

Armee "säubert" Spitäler

Von Mitgliedern bewaffneter Banden. Regierungsverbände stürmten Kleinstadt

Syrien-Konflikt - Armee "säubert" Spitäler © Bild: Reuters

Nach tagelanger Belagerung haben syrische Regierungsverbände den Angriff auf die nordwestliche Kleinstadt Jisr al-Shughour begonnen. Rund 200 Panzer seien an der Operation beteiligt, berichteten staatliche Medien.

Hubschrauber kreisten über dem Ort. Die Streitkräfte, die von Süden und Osten vorrückten, nahmen die Kleinstadt mit Artillerie unter Beschuss.

Armee-Einheiten säubern Krankenhaus
Nach ersten Berichten der staatlichen Medien wurden zwei Angehörige "bewaffneter Gruppen" getötet und zahlreiche weitere festgenommen. In den Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur SANA hieß es: "Armee-Einheiten treffen in Jisr al-Shughour ein und säubern das nationale Krankenhaus von Mitgliedern bewaffneter Banden."

Die Regierungstruppen hatten die Kleinstadt bereits seit einer knappen Woche belagert. Rund 5.000 Bewohner flohen über die nahe Grenze in die Türkei. Am Sonntag kamen weitere Menschen über die Grenze, um Angriffen der Truppen von Machthaber Bashar al-Assad zu entkommen, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete. Sie werden in Zeltstädten des Türkischen Roten Halbmondes untergebracht. Die türkische Regierung hat mehrfach versichert, dass sie die Grenze zu Syrien nicht schließen wird.