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Weitere Leichen entdeckt

Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff könnte die Opferzahl weiter steigen

Syrien - Weitere Leichen entdeckt

In Syrien sind nach dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff der Regierungstruppen nach Angaben der Opposition weitere Leichen entdeckt worden. "Wir rechnen damit, dass die Zahl der Toten steigt, weil wir gerade erst ein Viertel in Zamalka entdeckt haben, in dem die Häuser voller Toter sind", sagte ein Sprecher des Syrischen Nationalrats am Donnerstag in Istanbul. Zamalka zählt zu den Wohnvierteln, in denen die syrische Armee am Mittwoch nach Angaben der Opposition Giftgas eingesetzt haben soll. Bisher war die Rede von 500 bis 1.300 Menschen, die dabei umgekommen sein sollen.

Die Gegner von Präsident Bashar al-Assad fordern ebenso wie Frankreich, Deutschland, die USA, Österreich und andere westliche Staaten, dass Inspektoren der Vereinten Nationen umgehend Zugang zu dem betroffenen Gebiet erhalten.

Der UN-Sicherheitsrat rief dagegen lediglich dazu auf, die Vorwürfe aufzuklären. Eine explizite Untersuchung wurde nicht gefordert, da die Vetomächte Russland und China gegen eine solche Maßnahme waren. China sei entschieden gegen die Anwendung von Chemiewaffen, egal welche Seite sie einsetze, betonte das Außenministerium in Peking. Zugleich mahnte es, die UNO-Experten in Syrien sollten objektiv bleiben, "um festzustellen, was wirklich passiert ist".

Syrien zu "maximaler Kooperation" bereit

Das syrische Regime ist nach Angaben Russlands zu "maximaler Kooperation" mit den UNO-Inspekteuren bereit. Die Führung um Assad habe logistische Hilfe sowie Zugang zu sichergestellten Proben zugesagt, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch.

Russland hoffe, die Untersuchungen würden die "Spekulationen" um den Einsatz von Chemiewaffen beenden und zum Beginn eines friedlichen Dialogs beitragen, sagte Lukaschewitsch der Agentur Interfax zufolge. Russland - ein enger Partner des syrischen Regimes - hatte indirekt die Rebellen für Giftgaseinsätze verantwortlich gemacht.

Gas-Einsatz wäre politischer Selbstmord

Die syrische Führung hat die Vorwürfe der Rebellen unterdessen erneut vehement zurückgewiesen. Ein Einsatz von Giftgas während der Anwesenheit von UNO-Inspektoren im Land wäre "politischer Selbstmord", sagte ein ranghoher Vertreter der syrischen Sicherheitskräfte. Auch "alle Analysten" kämen zu dem Ergebnis, "dass es nicht in unserem Interesse ist, Chemiewaffen einzusetzen, während die Kontrolleure hier sind".

"Das Ziel der Anschuldigungen ist, die Arbeit der Experten zu unterlaufen", sagte der Vertreter der Sicherheitskräfte weiter. Die Armee sei "weiterhin dabei, ihre Anstrengungen zur Beendigung des Terrorismus voranzutreiben". Die Opposition, deren Mitglieder von der syrischen Führung regelmäßig als Terroristen bezeichnet werden, versuche, "mit solchen Lügen die Erfolge der Armee zu verschleiern, sagte der Sicherheitsvertreter.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wäre es der schwerste Chemiewaffen-Angriff seit 1988, als Iraks damaliger Staatschef Saddam Hussein bis zu 5000 Kurden in der Stadt Halabja töten ließ.

Kommentare

"False-Flag-Operation" um endlich intervenieren zu können?

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Das-AssadRegime-hat-absolut-kein-Interesse-Giftgas-einzusetzen/story/16424503

http://www.politaia.org/terror/giftgas-bei-damaskus-von-terroristen-eingesetzt/

http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2013/08/wieder-ein-false-flag-giftgaseinsatz.html

Die syrische Armee kämpfte in letzter Zeit erfolgreich gegen die Mörderbanden ("Rebellen") an. Scheinbar kann man nicht mehr länger zusehen und musste deshalb nun mit einer sog. "Operation unter falscher Flagge" mehrere hundert unschuldige Zivilisten ermorden damit man es Assad in die Schuhe schieben und somit intervenieren kann.

Nur ein Narr würde glauben dass Assad so dumm wäre Chemiewaffen einzusetzen wenn auch noch die die UN-Inspektoren gerade im Land sind. Das wäre an Dummheit nicht zu überbieten und politischer Selbstmord.

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