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Syrien - Frankreich setzt auf Kooperation mit Deutschland

Intensiver Dialog zwischen Paris und Berlin

Frankreich setzt bei der Suche nach einer Lösung des Syrien-Konflikts auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland. Seit dem EU-Außenministertreffen am Montag in Luxemburg führe man dazu einen intensiven Dialog mit Deutschland, hieß es am Dienstag aus Diplomatenkreisen in Paris.

Dass sich die deutsche Kanzlerin hinter die Militärschläge der drei Westmächte gegen das syrische Regime gestellt habe, werde als ein starkes Zeichen bewertet. Bei der Wiederbelebung des diplomatischen Prozesses komme deshalb neben den USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien Deutschland besondere Aufmerksamkeit zu. Es gehe darum, mit Deutschland gemeinsam politische Kriterien zu definieren, um die Syrienkrise zu beenden. Zudem habe sich Deutschland zu einer Kooperation im humanitären Bereich sehr bereitwillig gezeigt, hieß es weiter.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will 50 Millionen Euro Nothilfe frei machen, wie er am Dienstag sagte. Seit Anfang des Jahres sollen in Syrien 700.000 bis 800.000 weitere Menschen vor den Kämpfen im Osten des Landes geflohen sein.

Der Syrien-Krieg tobt seit nunmehr sieben Jahren. Etwa 400.000 Menschen wurden nach UN-Angaben getötet, Millionen sind geflohen. Angela Merkel hatte die am Samstag von den USA, Großbritannien und Frankreich ausgeführten Angriffe auf Chemiewaffenanlagen als "erforderlich" und "angemessen" bezeichnet.

Hintergrund der Luftschläge war der mutmaßliche Chemiewaffeneinsatz in der ehemaligen Rebellenhochburg Douma, für den der Westen die syrische Regierung verantwortlich macht.

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