Syrien von

Anschlag in Damaskus

Zwei Autobomben explodiert - offenbar steckt Terrororganisation Al-Kaida dahinter

Syrien - Anschlag in Damaskus © Bild: Reuters/Handout

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben des staatlichen Fernsehens am Freitag zwei Autobomben explodiert. Zwei Selbstmordattentäter hätten ihre Fahrzeuge vor Gebäuden der Sicherheitskräfte und des Geheimdienstes in die Luft gesprengt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA könnte das Terrornetzwerk Al-Kaida dahinterstecken. Bei der Explosion sind nach offiziellen Angaben Dutzende Menschen ums Leben gekommen - sowohl Sicherheitskräfte als auch Zivilisten.

Augenzeugen berichteten in Telefongesprächen aus Damaskus, die Explosionen seien laut und deutlich in der gesamten Hauptstadt zu hören gewesen. Sicherheitskräfte hätten alle Zufahrtstraßen zu dem Stadtgebiet abgeriegelt. Mehrere Personen seien festgenommen worden. Auch außerhalb der Hauptstadt ging die Gewalt am Freitag weiter. Nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern wurden bei neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Deserteuren mindestens sechs Menschen getötet. Heftige Gefechte wurden aus der Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei gemeldet.

Beobachter reisen ins Land
Die Arabische Liga schickte unterdessen ein erstes Team von zwölf Diplomaten und Experten nach Damaskus. Aufgabe dieser vom stellvertretenden Liga-Generalsekretär Samir Seif al-Yazal geleiteten Gruppe ist es, eine größere Beobachtermission vorzubereiten, die Ende Dezember die Arbeit aufnehmen soll. Nach Schätzungen von Vertretern der Vereinten Nationen starben seit Beginn der Proteste gegen das syrische Regime im März bereits über 5000 Menschen. Nach Darstellung der Regierung sind 2000 Soldaten ums Leben gekommen. Sie seien von "bewaffneten Banden" getötet worden, heißt es in einem Schreiben der Regierung an die Vereinten Nationen, aus dem die staatliche Nachrichtenagentur SANA am Donnerstag zitierte.

Eine Syrien-Resolution des UNO-Sicherheitsrates wird nach Einschätzung der Vetomacht Russland nicht mehr vor den Feiertagen zustande kommen. Der russische Chefdelegierte Witali Tschurkin sagte am Donnerstag in New York, diese Hoffnung sei "wahrscheinlich unrealistisch". Zur Begründung gab Tschurkin an, westliche Ratsmitglieder hätten Veränderungen verlangt, die der Aussage des russischen Entwurfs widersprechen. Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Portugal hätten mit ihren Textanhängen "alles nichtig gemacht, was bei uns stand", sagte Tschurkin. Es gehe nicht an, dass jetzt über einen völlig neuen Entwurf diskutiert werde

Kommentare

Al Kaida meldet sich wieder. Freude herrscht! Zumindest bei higgs70 und Konsorten. Da diesen bereits Mubarak, Gaddani und Kim abhanden kamen bleibt nur noch die Kaida übrig. Einige kommen halt immer etwas zu spät!

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