Syrien von

Angriff auf Assad

Friedensplan des UNO-Sondergesandten Kofi Annan wird akzeptiert

Syrien - Angriff auf Assad © Bild: Reuters

Syriens Regierung hat laut einem Sprecher der Vereinten Nationen den Friedensplan des UNO-Sondergesandten Kofi Annan akzeptiert. Der Plan beinhaltet unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand zwischen den beteiligten Parteien, den Abzug schwerer Waffen aus Wohngebieten und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung. Rebellen meldeten unterdessen einen Angriff auf einen Konvoi von Präsident Assad.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat die frühere Protesthochburg Baba Amro in der Stadt Homs besucht. Das meldete das staatliche Fernsehen. Die sogenannten Revolutionskomitees berichteten, der Präsident habe seinen Besuch in Homs abbrechen müssen, nachdem sein Konvoi unter Beschuss geraten sei. Das Viertel Baba Amro war in den vergangenen Monaten von der Armee immer wieder mit Granaten beschossen worden. In dem Viertel waren auch zwei westliche Journalisten getötet worden.

Zu den Äußerungen von Annan zum Friedensplan gab es von Seiten der syrischen Regierung zunächst keine Stellungnahme. Die syrische Opposition hat sich bisher Aufforderungen aus dem Ausland zum Dialog mit Präsident Assad verweigert. Der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC) äußerte sich zunächst auch skeptisch über die angebliche Zusage der syrischen Regierung zum Friedensplan. Es bestehe die Gefahr, dass das Regime "wieder versuchen wird, die Verpflichtungen aus dem Friedensplan zu umgehen", erklärte eine Sprecherin.

Annan: Erster wichtiger Schritt
Der frühere UNO-Generalsekretär Annan hält sich zu Syrien-Gesprächen in China auf. Annan sehe die Zustimmung der syrischen Führung als einen ersten wichtigen Schritt, die Gewalt und das Blutvergießen zu beenden, hieß es in der Erklärung seines Sprechers. Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad vor gut einem Jahr sind nach UN-Schätzungen mehr als 9.000 Menschen getötet worden.

Die Kämpfe gingen in Syrien unterdessen weiter. In Vororten der Hauptstadt Damaskus lieferten sich Armee und Einheiten der Rebellen am Dienstag schwere Gefechte. Syrische Aktivisten berichteten landesweit von mindestens acht Toten. Auch auf dem Gebiet des Nachbarlandes Libanon soll es zu Zusammenstößen zwischen Assad-Truppen und Regimegegnern gekommen sein.