Syrien von

Al-Kaida mischt mit

Chef des Terrornetzwerks unterstützt syrische Rebellen im Kampf gegen Assad

Syrien - Al-Kaida mischt mit © Bild: Reuters

Die syrischen Rebellen bekommen jetzt Unterstützung von Terroristen. Al-Kaida mischt sich in den Bürgerkrieg ein. Der Chef des Netzwerks, Ayman al-Zawahiri, hat in einem Internetvideo die Revolte in Syrien gegen Präsident Bashar al-Assad begrüßt. In dem Video mit dem Titel "Vorwärts, Löwen von Syrien" beschuldigt Zawahiri die syrische Führung der Verbrechen gegen ihre Bürger, wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Sonntag mitteilte.

"Wenn wir Freiheit wollen, müssen wir dieses Regime loswerden", appellierte Al-Zawahiri in der achtminütigen Videobotschaft an die Rebellen.

"Setzt eure Revolte fort"
Die Aufnahme zeigt den Al-Kaida-Chef vor einem grünen Vorhang, wie er alle Muslime in der Türkei, in Jordanien und dem Libanon dazu aufruft, die Rebellion gegen das "anti-islamische Regime" in Damaskus zu unterstützen. Die Syrer ruft er laut SITE dazu auf, den westlichen oder arabischen Regierungen nicht zu vertrauen. Diese wollten nur eine von ihnen abhängige Regierung in Damaskus installieren. "Setzt eure Revolte und euren Aufruhr fort", forderte Al-Zawahiri. "Akzeptiert nichts anderes als unabhängige, respektvolle Regierungen!"

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte sich der Al-Kaida-Chef mit einer ähnlichen Botschaft an die syrische Protestbewegung gewandt. Al-Zawahiri ist Nachfolger von Osama bin Laden, der im vergangenen Mai in Pakistan von US-Elitesoldaten erschossen worden war.

Über 6.000 Todesopfer in Syrien
Seit Beginn der Proteste gegen Präsident Bashar al-Assad im vergangenen März wurden nach UN-Schätzungen mehr als 6.000 Menschen Opfer der Gewalt in Syrien. Mit der Krise befasst sich am Sonntag in Kairo auch die Arabische Liga.

Al-Kaida verantwortlich für Anschlag in Aleppo?
Amerikanische Geheimdienstquellen machten nach US-Medienberichten unterdessen das Terrornetzwerk Al-Kaida für Terroranschläge in Damaskus und Aleppo verantwortlich. Die mutmaßlich vom irakischen Zweig der Al-Kaida ausgeführten Anschläge sollen vom Nachfolger des Terrorführers Osama bin-Laden in Auftrag gegeben worden sein, der auf diese Weise seinen Einfluss in Syrien festigen wolle, berichtete das US-Nachrichtenportal McClatchy am Wochenende.

Kommentare

al-Zawahiri... die US-Drohne kriegt auch ihn, nur eine Frage der Zeit. Es gibt kein Entkommen, die Drohnen kreisen schon!

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