Syrien von

40.000 auf der Flucht

Schwere Gefechte in Al-Shaddade. Rebellen sollen Dutzende Zivilisten getötet haben.

Mutter mit Kind auf der Straße einer zerbombten syrischen Stadt. © Bild: imago/i Images

Nach schweren Gefechten in den vergangenen Tagen in der ost-syrischen Stadt Al-Shaddade sind UN-Schätzungen zufolge rund 40.000 Menschen von dort geflohen. Die Menschen hielten sich jetzt in Hasaka auf, der Hauptstadt der gleichnamigen ölreichen Provinz. In den vergangenen Tagen seien zusätzliche Lebensmittelrationen ausgeliefert worden.

Rebellen und Al-Kaida nahestehende Kämpfer hatten Al-Shaddade am Donnerstag eingenommen. Bei den drei Tage andauernden Kämpfen wurden nach Oppositionsangaben mindestens 100 Soldaten und 30 Kämpfer der islamistischen Nusra Front getötet. Die Stadt war eine wichtige Verteidigungsposition der Regierungskräfte auf dem Weg in die Stadt Hasaka.

Rebellen auf dem Vormarsch

Die syrischen Rebellen sind in mehreren Provinzen auf dem Vormarsch. Nach militärischen Erfolgen im Umland von Aleppo nahmen sie nun in der Provinz Daraa den Militärstützpunkt Al-Sahwa ein. Das berichteten Regimegegner am Freitag. Zuvor hatten Revolutionäre in der Provinz Idlib zwei Kampfflugzeuge abgeschossen.

Obwohl die meisten Brigaden immer noch autark operieren, steigt die Professionalität der Rebellen. Anfang der Woche hatte eine Brigade namens "Morgenröte des Islam" ein Video veröffentlicht, das eine Unterweisung von Rebellen in der Benutzung von Panzerfäusten zeigt. Am Donnerstag waren in Syrien nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter 220 Menschen getötet worden. Am Freitag zählten Aktivisten bis zum Mittag 23 Tote.

Außenminister Walid al-Muallim und Oppositionsführer Moas al-Khatib werden beide Ende des Monats zu Gesprächen mit der russischen Regierung in Moskau erwartet. Ob es demnächst Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien geben wird, ist aber noch offen. Denn die Opposition besteht auf dem Rücktritt von Präsident Bashar al-Assad und verlangt die Freilassung von 160.000 Gefangenen. Das Regime will nur in Syrien verhandeln.

Dutzende Zivilisten getötet

Nach der Eroberung der syrischen Kleinstadt Al-Shadadi sollen Rebellen dort Dutzende von Angestellten einer staatlichen Öl-Firma getötet haben. Das berichtete am Freitag das syrische Nachrichtenportal "Al-Hakika", das dem Regime von Präsident Bashar al-Assad nahesteht. Hunderte von Zivilisten seien zudem von Angehörigen der islamistischen Al-Nusra-Front verschleppt worden.

Die Islamisten-Brigade berichtete ihrerseits, die "Gotteskrieger" hätten Al-Shadadi am Donnerstag nach einer dreitägigen Schlacht vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Während der Kämpfe starben nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter 40 Angehörige der Al-Nusra-Front, unter ihnen mehrere Kuwaiter und Iraker. Die Regierungstruppen sollen etwa 150 Mann verloren haben.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass während der Kämpfe in den vergangenen Tagen rund 40.000 Menschen aus Al-Schadadi in die Provinzhauptstadt Al-Hassake geflohen sind.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Alter Schwede... sind sie irgendwie bei den Gartenarbeiten mitn Schädel untern Rasenmäher kommen?? Sagen Sie, wenn Sie nen Anwalt brauchen, ich kenn da paar gute... vlt kann man den Friseur verklagen...

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Hier dürfte es sich ausnahmslos um echte Flüchtlinge, hauptsächlich Frauen und Kinder, handeln. Eine humanitäre vorübergehende Aufnahme in A wäre da zu prüfen. Um für echte Flüchtlinge in A Platz und Ressorcen freizumachen, sind allerdings sämtliche Scheinasylanten aus A abzuschieben. Insbesondere Kirchen besetzende Scheinasylanten sind unerwünscht, nicht nur in A.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

also aufn Passfoto habens mir mit Haar besser gfallen... als jetzt ohne...

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