'Swida' fliegt nicht auf Japan: Andi Widhölzl verzichtet auf Start bei der WM in Sapporo

Bei Springern tobt harter Kampf um die WM-Tickets Sechs Mann haben noch Chancen auf drei Plätze

Andreas Widhölzl hat sich überraschend selbst aus dem Rennen um einen Platz bei der nordischen Ski-WM in Sapporo genommen. Der 30-jährige Mannschafts- Olympiasieger hatte zuletzt vergeblich versucht, in Form zu kommen und will sich nun auf die restliche Weltcup-Saison konzentrieren. Der Kreis der WM-Kandidaten engt sich damit auf acht ÖSV-Springer ein.

"Ich habe alles ausgeschöpft, was an Möglichkeiten zur Verfügung stand, um in Form zu kommen. Leider hat es nicht funktioniert. Ich möchte jetzt nicht auf Grund meines Namens mehr Chancen bekommen als andere", kommentierte "Swider" seine Entscheidung. Ein Rücktritt steht deshalb aber nicht ins Haus, im Gegenteil. Beim Nordic Tournament im März und dem Saisonfinale in Planica will er wieder aufzeigen.

Der Rückzug Widhölzls aus der "WM-Kampagne" sei keineswegs eine "Kopf-in-den-Sand"-Mentalität. Auch ist diese Handlung nicht mit jener "Flucht" zu vergleichen, die ihn 2001 in Lahti zu einer überstürzten Abreise bewogen hat. "Der Swider ist jetzt ganz anders als damals. Er und wir alle haben bis zuletzt alles versucht, aber wir haben schon so viel Energie aufgewendet und die Chancen, dass er es in zwei Wochen noch geschafft hätte, waren gering", meinte ÖSV- Cheftrainer Alexander Pointner gegenüber der APA.

Trotz des Ausfalls des Routiniers verfügt Pointner für die fünf Weltcup-Springen in Titisee-Neustadt (3./4.2.), Klingenthal (7.2.) und Willingen (Einzel- und Team, 10./11.2.) sogar über ein acht-Mann- Aufgebot. Dank des Sieges von Bastian Kaltenböck in der zweiten Phase des Kontinentalcups steht den Österreichern ein achter Startplatz zu. Neben den WM-Fixstartern Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern haben die restlichen sechs Chancen, sich um drei, maximal vier verbleibende Plätze zu messen.

(apa/red)