SV Mattersburg erreicht bei Europacup-Premiere ein 1:1: Für Aufstieg zu wenig?

Unentschieden gegen Krakau in UEFA-Cup-Quali Naumoski gleicht die frühe Wisla-Führung aus

Der SV Mattersburg hat bei seiner Europacup-Premiere im Wiener Happel-Stadion ein 1:1-Heimremis gegen den polnischen Vizemeister Wisla Krakau erreicht. Zienczuk (14.) hatte die Gäste per Kopf in Führung gebracht, Naumoski (20.) glich kurze Zeit später aus. Beide Teams beendeten das Spiel mit nur zehn Mann, nachdem Burns (71.) Gelb-Rot und Mattersburg-Verteidiger Ratajczyk (76.) Rot gesehen hatten. Das Rückspiel der zweiten UEFA-Cup-Quali-Runde steigt am 24. August in Krakau.

Vor 7.200 Zuschauern erwischten die Burgenländer einen schlechten Start, agierten zunächst zu ängstlich und unkonzentriert. Schon in der zweiten Minute gab es die erste Schrecksekunde für die Elf von Franz Lederer, Ex-Rapidler Marek Penksa scheiterte aber aus aussichtsreicher Position an SVM-Keeper Borenitsch. Auf der anderen Seite kam Fuchs (5.) nach einer Hanikel-Kopfballvorlage am Fünfmeter-Raum nicht richtig an den Ball und strich ein Kühbauer-Weitschuss (10.) über das Tor.

Aus einem schweren Stellungsfehler der Mattersburger Abwehr resultierte dann das frühe 0:1 (14.). Wisla-Kapitän Zienczuk stand bei einer Flanke von Cleber mutterseelenalleine vor Borenitsch und brachte die Polen per Kopf in Front. Der Konter der Burgenländer ließ aber nicht lange auf sich warten. Ein weiter Einwurf von Fuchs fand Hanikel, dessen Schuss von Naumoski (20.) aus kurzer Distanz unhaltbar zum 1:1 verlängert wurde. Der SVM präsentierte sich danach selbstbewusster, ein verdeckter Naumoski-Flachschuss (40.) verfehlte das Tor nur knapp.

Kurz vor der Pause fand der brasilianische Wisla-Legionär Paulista (45.) noch eine hundertprozentige Chance auf das 2:1 vor, setzte einen Volley alleine vor dem Tor aber neben dieses. Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel vor sich hin, beide Teams fielen hauptsächlich durch Härteeinlagen auf. Torchancen waren zunächst Mangelware, dafür sah der bereits verwarnte australische Wisla-Legionär Burns in der 71. Minute Gelb-Rot.

Umstritten: Rot für Ratajczyk
Nachdem Naumoski (75.) mit einem Lattenschuss für das sportliche Highlight der zweiten Hälfte gesorgt hatte, egalisierte der norwegische Schiedsrichter Staberg mit einer umstrittenen Roten Karte gegen Ratajczyk (76.) die Überzahl der Mattersburger. Der SVM-Verteidiger soll den durchbrechenden Paulista mit einer Notbremse gestoppt haben. In der Schlussphase einer schwachen Partie wurde auch wieder Fußball gespielt. Atan (86./gehalten), Hanikel (88., 92./jeweils Außennetz) und Naumoski (91.) vergaben aber die Chancen auf den Heimsieg.

SV Mattersburg - Wisla Krakau 1:1 (1:1)
Wien, Happel-Stadion, 7.200, SR Per Ivar Staberg (NOR)

Tore: 0:1 (14.) Zienczuk, 1:1 (20.) Naumoski

Mattersburg: Borenitsch - Patocka (8. Pauschenwein), Sedloski, Ratajczyk - Atan, Mörz, Holenak, Kühbauer, Fuchs - Naumoski, Hanikel

Wisla Krakau: Pawelek - Blaszczykowski, Kokoszka, Dudka, Cleber - Paulista (78. Chiacu), Penksa, Burns, Zienczuk (75. Cantoro), Mijailovic - Radovanovic (65. Kryszalowicz)

Rote Karte: Ratajczyk (76./Mattersburg)
Gelb-Rote Karte: Burns (71./Wisla)
Gelbe Karten: Fuchs, Ratajczyk bzw. Cleber, Blaszczykowski, Pawelek

(apa/red)