Supermärkte lassen Preisquelle sprudeln:
Limonade und Co. sind um 24 Prozent teurer

Bierpreis ist seit 2000 um 37 Prozent angestiegen Bei vielen Getränken änderte sich Verpackungsgröße

Supermärkte lassen Preisquelle sprudeln:
Limonade und Co. sind um 24 Prozent teurer © Bild: dpa/Zucchi

Tiefer in die Tasche greifen muss man nicht nur für Treibstoff und Heizkosten, sondern auch für Getränke. Wie ein aktueller AK Preistest gezeigt hat, sind mittlerweile auch Limonaden, Mineralwässer und Bier teurer geworden. Eine Untersuchung in sechs Wiener Supermärkten hat gezeigt, dass die Preise für Limos, Mineralwässer und Cola-Getränke seit 2002 um durchschnittlich 24 Prozent gestiegen sind. Für Bier zahlt man seit 2000 im Schnitt um 37 Prozent mehr. "Wer auf jeden Cent schauen muss, sollte jedenfalls die Preise vergleichen", rät AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina.

Bei vielen Getränken haben sich seit 2002 die Verpackungen geändert. Es gibt etwa Limonaden und Mineralwässer kaum noch in Mehrweg-Gebinden (Glasflaschen), sondern meist in Einweg-Gebinden (wie in Pet-Flaschen, Tetra-Packungen oder Dosen). So kosten vergleichbare Limonaden jetzt um durchschnittlich fast 27 Prozent mehr als noch vor neun Jahren. Nun zahlen Konsumenten zum Beispiel für den Spar Orangensaft in der 1 Liter Tetra-Packung 99 Cent. Im Jahr 2002 legten sie dafür 62 Cent hin. "Das ist eine Preiserhöhung von 61 Prozent", rechnet Delapina vor.

Cola-Getränke sind seit 2002 um durchschnittlich knapp 22 Prozent teurer geworden. Für Coca Cola light in der 1,5 Liter Pet-Flasche verlangten die Händler 2002 noch durchschnittlich 1,08 Euro, mit dem aktuellen Preis von durchschnittlich 1,52 Euro bezahlt man um fast 41 Prozent mehr.

Mineralwasser schlägt sich auch teurer zu Buche: um durchschnittlich knapp 19 Prozent mehr zahlen als noch 2002. "Auffallend ist, dass bei Mineralwasser Mehrweg-Gebinde deutlich teurer wurden, also um plus 37 Prozent, als Einweg-Gebinde. Hier stiegen die Preise um plus 13,7 Prozent", so Delapina.

Bier besonders teuer
"Die Preise für Bier sind mehr angestiegen als die Teuerungsrate", sagt Delapina. So ist Bier seit 2000 um durchschnittlich 37 Prozent teurer geworden. Der Verbraucherpreisindex ist seit 2000 um knapp 24 Prozent in die Höhe gegangen. So verrechnen die Geschäfte zum Beispiel für das Zipfer Märzen Bier (0,33 Liter Dose) jetzt durchschnittlich 0,78 Euro, im Jahr 2000 waren es 0,50 Euro. Das ist um fast 57 Prozent mehr.

Die AK erhob Anfang März die Preise von insgesamt 118 Limonaden (etwa Fanta, Almdudler), 40 Cola-Getränken, 53 Mineralwässern und 73 Bieren in sechs Wiener Su-permärkten und bei Diskontern: Billa, Eurospar, Spar, Hofer, Merkur, Zielpunkt. Viele Getränke konnten mit dem Jahr 2000 oder 2002 nicht mehr verglichen werden, da sich die Gebinde geändert hatten. Vergleichen konnten die AK Tester daher letztendlich die Preise von 52 Limonaden, sieben Cola-Getränken, 25 Mineralwässern und 24 Bieren.

(red)