Superkombi St. Moritz von

Tina Maze hängt ÖSV-Ladies ab

Slowenin siegt in der Superkombination vor Nicole Hosp und Kathrin Zettel

Tina Maze © Bild: GEPA/Bachun

Weltcup-Spitzenreiterin Tina Maze hat am Freitag einen ÖSV-Doppelsieg in der Super-Kombination von St. Moritz verhindert. Die Slowenin triumphierte nach Laufbestzeit in Super-G und Slalom klar vor den Österreicherinnen Nicole Hosp (+0,88) und Kathrin Zettel (1,08). Anna Fenninger (7.), Michaela Kirchgasser (9.) und Elisabeth Görgl (10.) komplettierten das gute ÖSV-Ergebnis mit fünf Läuferinnen in den Top Ten.

Maze feierte damit nach den Riesentorlauf-Erfolgen in Sölden und Aspen ihren bereits dritten Saisonsieg, den insgesamt 14. ihrer Karriere und zweiten in dieser Disziplin nach Tarvis 2011, mit dem sie ihre Weltcup-Führung weiter ausbaute. Die 29-Jährige liegt nun 128 Punkte vor der Deutschen Maria Höfl-Riesch, die im ersten von drei Rennen im Engadin Vierte wurde. Titelverteidigerin Lindsey Vonn aus den USA, die zuletzt alle drei Speed-Rennen in Lake Louise gewonnen hatte, schied dagegen im Slalom aus und fiel in der Gesamtwertung hinter Zettel auf Rang vier zurück.

"Ich bin heuer so stark, weil ich im Sommer so viel trainiert habe, das gibt mir Sicherheit. Jetzt muss ich nur Ski fahren", lautete die simple Erklärung von Maze für ihre aktuelle Stärke, die sie nun auch am Samstag im Spezial-Super-G und am Sonntag im Riesentorlauf voll ausspielen will, um ihrem großen Ziel wieder näher zu kommen, der großen Kristallkugel.

Hosp mag St. Moritz

Hosp erwies sich dagegen einmal mehr als Spezialistin für St. Moritz, wo sie bereits in der abgelaufenen Saison Ende Jänner in den beiden Super-Kombis als Dritte jeweils auf dem Podest gelandet war. "In St. Moritz hat vor knapp zehn Jahren meine große Karriere mit zwei WM-Medaillen (2003 Silber in der Kombination und Bronze im Slalom, Anm.) begonnen - da kommt man immer gerne her. Mir taugt der Hang und Schnee hier. Und bei all den positiven Erinnerungen klappt's dann leichter. Ich möchte den Schwung von heute jetzt für den ganzen Winter mitnehmen", betonte die 29-jährige Tirolerin.

Neben Hosp freute sich auch Zettel "irrsinnig, wieder auf dem Podium" zu stehen. "Das ist fast schon kitschig, aber auch voll lässig", sagte die 26-jährige Niederösterreicherin, die das Samstag-Rennen auslassen und sich nun voll auf den Riesentorlauf am Sonntag konzentrieren wird, um die Siegesserie von Maze zu stoppen. "Der Super-G (Rang neun, Anm.) heute war zwar ganz okay, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt", meinte Zettel, die mit ihrem Slalom-Sieg in Aspen für den bisher einzigen ÖSV-Erfolg in der WM-Saison gesorgt hat.

ÖSV-Damen können noch mehr

Fenninger wusste, dass sie ihre Podestchance mit Platz sechs im Super-G verspielt hatte. "Der Super-G war zwar nicht schlecht, aber nicht das, was ich wirklich kann. Aber St. Moritz ist mir bisher nicht gelegen, das ist mein bestes Ergebnis", erklärte die Weltmeisterin aus Salzburg, die nun am Samstag den Sprung aufs Podium schaffen will.

Kirchgasser verbesserte sich mit der drittbesten Slalom-Zeit noch von Rang 28 auf Platz neun. "Der Slalom war nicht ganz fehlerfrei, aber recht gut. Es war nicht gar so viel zu holen, weil der Lauf sehr zügig gesetzt war", lautete das Resümee der 27-Jährigen.

Görgl, die nach Knieoperationen das Sommer-Training in Neuseeland versäumt hatte, bewies mit Rang zehn, dass sie sich langsam, aber sicher wieder an die Spitze herantastet. "Der Super-G war gut, auf den kann ich aufbauen", betonte die Doppel-Weltmeisterin (Abfahrt und Super-G) aus der Steiermark, die auch eine passable Vorstellung im Slalom bot. "Denn gestern bin ich seit einem Jahr erstmals wieder auf Slalom-Ski gestanden."

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