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Super-Kombi: Mancuso liegt vorne

US-Amerikanerin bringt sich nach der Abfahrt in Top-Position - Fenninger Vierte

Ski Alpin - Super-Kombi: Mancuso liegt vorne © Bild: APA/Hans Klaus Techt

Julia Mancuso ist die schnellste Läuferin bei der Abfahrt der Super-Kombination der Damen. Die US-Amerikanerin verweist die Schweizerin Lara Gut (+0,47 Sekunden) und Tina Maze aus Slowenien (+0,86) vorerst auf die Plätze. Die Entscheidung mit dem Slalom fällt ab 12 Uhr (LIVE im Olympia-Center von NEWS.AT)

Die Österreicherinnen liegen in aussichtsreicher Position, weisen aber schon teils großen Rückstand auf. Am ehesten ist Anna Fenninger (0,99) als Vierter zuzutrauen, aufs Podium zu springen. Aber auch Elisabeth Görgl als Siebte (+1,21) und Nicole Hosp als Achte (+1,27) liegen in Schlagdistanz.

Die große Favoritin und Siegerin von Vancouver, Maria Höfl-Riesch aus Deutschland, geht mit 1,04 Sekunden Rückstand als fünftletzte Läuferin in den Slalom, gilt ob ihrer Stärke in der technischen Disziplin aber weiter als Gold-Anwärterin. Nur 39 Damen waren insgesamt am Start, 34 kamen ins Ziel.

Mancuso rechtzeitig in Top-Form

Mancuso, die vor vier Jahren in Whistler hinter Höfl-Riesch Silber gewonnen hat, zeigte just bei Olympia ihre stärkste Saisonleistung. "Jetzt werde ich im Slalom meine Disco-Qualitäten auspacken", scherzte die 29-Jährige. "Ich habe seit einigen Jahren keinen gute Slalomlauf mehr gehabt, gewinnen werde ich nicht, aber eine Medaille ist möglich", sagte Mancuso.

Julia Mancuso beim Abfahrtstraining in Sotschi bei Olympia
© Clive Rose/Getty Images Mancuso ist in der Abfahrt eine Klasse für sich

"Im Slalom kann immer noch viel passieren. Tina Maze muss man immer auf der Rechnung haben, aber die anderen vor mir sind eher schwächer im Slalom. Aber das heißt gar nichts. Es gibt nur volle Attacke und volles Risiko", meinte Höfl-Riesch, die ihre Ausganglage als "okay" bezeichnete.

Fenninger nur teilweise zufrieden

Am wenigsten Rückstand der Österreicherinnen hat Fenninger, die Kombi-Weltmeisterin von 2011 kommt aber nur sehr selten zum Slalomtraining. "Zach wars", sagte die über die Abfahrt. "Es fangt oben immer mehr zum Schlagen an. Sie stecken immer wieder um, weil sie Angst haben, dass wir zu schnell werden." Sie sei nur teilweise zufrieden mit ihrem Lauf, im Slalom gäbe es jetzt eh nur volle Attacke.

Anna Fenninger springt bei der Abfahrt der olympischen Super-Kombi
© Doug Pensinger/Getty Images Anna Fenninger ist Österreichs heißestes Eisen im Slalom

Auch Görgl (1,21) muss volles Risiko gehen. "Ein, zwei Passagen habe ich nicht hundertprozentig erwischt, aber es war eine gute, engagierte Fahrt. Ich muss jetzt voll attackieren. Ich bin nicht so der Topfavorit im Slalom", scherzte die Steirerin.

Hosp kämpft um Bronze und Abfahrts-Start

Nach einer Medaille greift hingegen WM-Bronzemedaillengewinnerin Hosp (1,27): "Leider habe ich im unteren Teil den Ski ein bisschen zu früh ausgelassen. Dann hat es mich noch mal aus der Hocke gebeutelt, das ist halt bei 130 km/h nicht ganz optimal", sagte die Tirolerin, die sie auch noch für das Aufgebot in der Spezialabfahrt empfehlen wollte. Das Team wird am (heutigen) Abend bekannt gegeben.

Die Ausgangsposition für den Slalom sei ganz gut, meinte Hosp. "Ich werde voll angreifen, dann ist da schon noch einiges möglich." Über Mancuso sagte sie: "Es ist Olympia, da ist sie immer sehr heiß. Ich bin einiges hinter Julia, aber ich hoffe, dass ich das im Slalom wettmachen kann."

Trotz 3,04 Sekunden Rückstand glaubt Michaela Kirchgasser noch an ihre Chance. "Bei Olympia ist alle möglich. Scheißen wir nicht rum, knallen wir einen runter und dann werden wir sehen, was rauskommt. Ich habe nix zu verlieren", sagte die Salzburgerin. Die Abfahrt kostete Überwindung: "Unten war es richtig heftig. Schnell, schlagig, Licht-Schatten-Wechsel." Drei Sekunden seien viel, aber es käme auch darauf an, wie sich die Piste bei den warmen Temperaturen entwickle. Sie habe eine gute Startnummer.

Ergebnis im Detail

1. Julia Mancuso (USA) 1:42,68
2. Lara Gut (SUI) 1:43,15 +0,47
3. Tina Maze (SLO) 1:43,54 +0,86
4. Anna Fenninger (AUT) 1:43,67 +0,99
5. Maria Höfl-Riesch (GER) 1:43,72 +1,04
6. Lotte Smiseth Sejersted (NOR) 1:43,85 +1,17
7. Elisabeth Görgl (AUT) 1:43,89 +1,21
8. Nicole Hosp (AUT) 1:43,95 +1,27
9. Francesca Marsaglia (ITA) 1:43,96 +1,28
10. Dominique Gisin (SUI) 1:44,01 +1,33
11. Ilka Stuhec (SLO) 1:44,26 +1,58
12. Ragnhild Mowinckel (NOR) 1:44,28 +1,60
13. Edit Miklos (HUN) 1:44,32 +1,64
14. Elena Fanchini (ITA) 1:44,45 +1,77
15. Daniela Merighetti (ITA) 1:44,64 +1,96
16. Chemmy Alcott (GBR) 1:44,83 +2,15
17. Marusa Ferk (SLO) 1:44,87 +2,19
18. Klara Krizova (CZE) 1:44,89 +2,21
19. Jelena Jakowischina (RUS) 1:44,91 +2,23
20. Leanne Smith (USA) 1:45,06 +2,38
21. Marie-Michele Gagnon (CAN) 1:45,39 +2,71
22. Federica Brignone (ITA) 1:45,68 +3,00
23. Michaela Kirchgasser (AUT) 1:45,72 +3,04
24. Denise Feierabend (SUI) 1:46,03 +3,35
25. Sarka Strachova (CZE) 1:46,51 +3,83
26. Sara Hector (SWE) 1:46,54 +3,86
27. Jana Gantnerova (SVK) 1:47,24 +4,56
28. Karolina Chrapek (POL) 1:47,28 +4,60
29. Greta Small (AUS) 1:47,99 +5,31
30. Kristina Saalova (SVK) 1:48,21 +5,53

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