Super-G St. Anton von

"Ich mag Herausforderungen"

Anna Fenninger ist Österreichs schnellste Ski-Dame. Lindsey Vonn ist glücklich.

Anna Fenninger bei der Weltcup-Abfahrt in St. Anton © Bild: GEPA pictures/Pranter

Der Stockerlplatz in der Abfahrt von St. Anton reicht Anna Fenninger nicht. Im Super-G soll heute (11.45) die nächste Top-Platzierung her. "Egal auf welcher Piste, es funktioniert. Die technischen Passagen im unteren Teil bin ich sehr gut gefahren, das stimmt mich zuversichtlich. Ich mag Herausforderungen", gibt sich Österreichs aktuell schnellste Ski-Dame selbstbewußt.

Beide bisherigen Saisonrennen in Lake Louise und St. Moritz gewann die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, nach dem sechsten Platz beim Wiedereinstieg nach einmonatiger Pause am Samstag will sie wieder weiter nach oben kommen. "Schauen wir mal, wie die Piste hält. Ich bin wieder im Rennrhythmus und das ist ein schönes Gefühl", meinte sie.

Nichts dagegen, wenn es weich bleiben würde, hat Maze, denn da fühlt sie sich wohl. Bei einem Sieg hätte sie in allen fünf klassischen Disziplinen im Weltcup erste Plätze verbucht, als sechste Skirennläuferin nach Petra Kronberger, Pernilla Wiberg (SWE), Janica Kostelic (CRO), Anja Pärson (SWE) und Vonn. "Morgen ist ein neuer Tag und eine neue Möglichkeit. Es ist ein wichtiger Tag, ich muss einen kalten Kopf und heiße Beine haben", sagte die Führende im Gesamtweltcup.

Viele WM-Kandidatinnen
Stefanie Köhle mit einem 8. Platz, Stefanie Moser mit einem 9. und Regina Sterz mit einem 10. kamen aus dem ÖSV-Team neben der einmal drittplatzierten Fenninger in diesem Winter in die Top-Ten. Elisabeth Görgl (14., 18.) ist bei der WM als Titelverteidigerin mit einem zusätzlichen Startplatz gesetzt, sie ließ die Abfahrt am Samstag aus und trainierte stattdessen für den Super-G. Nicole Schmidhofer (bestes Ergebnis 15.) und Andrea Fischbacher (17.) haben auch noch Chancen, sich für Schladming zu qualifizieren. Ebenso wie Nicole Hosp, die noch ohne Punkt dasteht.

Herbert Mandl wird sich aber möglicherweise nicht schwertun, sein Quintett für die Schladming-WM zu finden. "Bei den Herren habe ich einmal das Gegenteil erlebt. Wenn du alles Stockerlfahrer hast und dann zwei stehen lassen musst, ist das für einen Trainer die schwierigere Entscheidung. Aber natürlich ist es feiner, weil man weiß, dass man dann mehr Qualität hat." Aber auch das sei in einem WM-Rennen nicht immer entscheidend und keine Garantie für eine Medaille.

Mandl gibt Tipps
Mandl jedenfalls hilft seinen Damen, den Kampf um einen WM-Startplatz auszublenden, und ihnen Druck zu nehmen. "Ich sage, es geht jetzt in den Rennen um Topleistungen, nicht ums WM-Ticket. Und wenn sich die eine oder andere Junge erhofft, dabei zu sein, dann sage ich, wenn man bis jetzt nicht in die Top-Ten gefahren ist, dann ist man bei der WM auch nur Statist."

Kommentare