Super-G Cortina von

Vonn auf Rekordjagd

Großer Kampf um die Super-G-Kugel - Maze und Mancuso nehmen Verfolgung auf

Lindsey Vonn © Bild: GEPA/Pranter

Nach ihrem Abfahrts-Comebacksieg in Cortina d'Ampezzo will Lindsey Vonn heute auch im Super-G gewinnen. Die 28-jährige US-Amerikanerin peilt dabei nicht nur ihren 59. Weltcuperfolg an, ein Sieg beim letzten Speed-Rennen vor der Schladming-WM wäre auch ihr fünfter Super-G-Triumph in Cortina in Folge. Vonn ist unter der Tofana in dieser Disziplin seit 2010 ungeschlagen.

Gleichzeitig geht es im Damen-Super-G aber so eng her, dass Vonn sowohl von Tina Maze als auch Julia Mancuso als Disziplinen-Führende abgelöst werden könnte. Die Amerikanerin wäre dann erstmals seit 2009 nicht mehr im Super-G voran. Vonn geht aber topmotiviert ins Rennen. "In der Abfahrt und damit vor der WM noch zu gewinnen, war für das Selbstvertrauen enorm wichtig. Jetzt weiß ich, dass es wieder geht", jubelte sie am Samstag.

Cortina liegt der Lindsey

Fünf Super-G-Siege an einem Ort haben auch Renate Götschl in Cortina und Hermann Maier in Kitzbühel geschafft, Vonn wäre aber die erste, der dies in Folge gelingt. Die Chancen der Amerikanerin stehen gut, denn von den vergangenen elf Super-G von Cortina ist sie zehn Mal in den Top-Fünf gelandet, nur 2009 wurde sie lediglich Achte.

Härteste Vonn-Konkurrentin ist wohl wieder Maze, die wie die Amerikanerin in den bisherigen drei Super-G in die Top vier gekommen ist. Zuletzt in St. Anton war die Slowenin sogar in die Ski-Geschichtsbücher gerast.

Die SG-Kugel ist heftig umkämpft, denn mit Maze, Vonn, Anna Fenninger (AUT), Julia Mancuso (USA) and Fabienne Suter (SUI) haben sich nur fünf Fahrerinnen jeweils die Top-vier-Plätze ausgemacht. Fenninger ist trotz ihres heftigen Sturzes im Abfahrtstraining die heißeste ÖSV-Aktie, was sie mit zwei Saison-Podestplätzen (Dritte in Lake Louise, Zweite in St. Anton) sowie Platz sechs in der Cortina-Abfahrt bewiesen hat.

"Ich hoffe, es geht weiter bergauf", baute die Salzburgerin angesichts ihrer vom Abfahrts-Trainingssturz her rührenden Prellungen und Zerrungen ganz auf ihre Physiotherapeutin Manuela Mair. "Die Abfahrt war schon gut, warum sollte es am Sonntag nicht noch besser laufen?", gab sich Fenninger aber voller Selbstvertrauen. Zuletzt in St. Anton hatte sie ihren ersten Sieg in dieser Disziplin nur um vier Hundertstel verpasst.

Im ÖSV-Kampf um die WM-Plätze sind wie in der Abfahrt Titelverteidigerin Elisabeth Görgl und Fenninger auch im Super-G fix. Die besten Karten auf die restlichen drei Schladming-Plätze haben Stefanie Köhle, Stefanie Moser und Regina Sterz. Auch B-Kader-Läuferin Cornelia Hütter bekommt noch eine Chance.

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