Süße Versuchung als Exportschlager: Deutsche Schokolade wird immer beliebter

Meisten Exporte gingen nach Frankreich und UK Steigender Kakaopreis besorgt Schokolade-Hersteller

Süße Versuchung als Exportschlager: Deutsche Schokolade wird immer beliebter © Bild: dpa/ Berg

Naschkatzen greifen immer lieber zu deutscher Schokolade. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres sei der Export von Riegeln, Tafeln oder Schokoladenstangen aus Deutschland auf einen Wert von 895 Millionen Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 12,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

So stieg zum Beispiel beim Schokoladenhersteller Ritter ("Ritter Sport") der Anteil des Auslandsumsatzes im vergangenen Jahr von 28 auf 31 Prozent an. Das Unternehmen habe in wichtigen Auslandsmärkten wie Italien, Russland und den USA weitere Marktanteile hinzugewinnen können, berichtete die Alfred Ritter GmbH & Co. KG. Ritter kam 2010 auf einen Umsatz von insgesamt 298 Millionen Euro, 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr und schrieb nach eigenen Angaben schwarze Zahlen.

"Dennoch bereiten uns die gestiegenen Rohstoffpreise große Schwierigkeiten", hieß es bei Ritter. Allein der Preis für Kakao, den Hauptbestandteil der Schokolade, sei von Jänner 2009 bis heute um rund 20 Prozent gestiegen. Die Explosion der Rohstoffpreise sei nicht nur auf geringe Ernten zurückzuführen, sondern auch auf Spekulationen an den Rohstoffbörsen.

Größter Abnehmer von deutscher Schokolade war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Frankreich mit einem Anteil von 14,6 Prozent vor dem Vereinigten Königreich (12,1 Prozent). Den dritten Platz belegte Österreich. 8,2 Prozent der Schokolade aus deutscher Produktion fand im vergangen Jahr den Weg in österreichische Regale. Im Gegensatz dazu scheitn den Deutschen Schokolade aus der Schweiz und aus den Niederlanden am besten zu schmecken, denn aus diesen Ländern stammten die meisten Schokolade-Importe.

(apa/red)