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UNO befürchtet Hungersnot

Lage im Südsudan könnte sich dramatisch verschlechtern: 50.000 Kleinkinder in Gefahr

Kinder im Sudan © Bild: APA/EPA/Albert Gonzalez Farran

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) warnt vor einer dramatischen Hungersnot im Krisenstaat Südsudan. "Bis zu 50.000 Kinder unter fünf Jahren werden wahrscheinlich sterben, wenn die Behandlung nicht umgehend aufgestockt wird", erklärte UNICEF am Freitag (Ortszeit) in New York. Insgesamt sei die Ernährung von 3,7 Millionen Menschen nicht gesichert.

Von den zur Versorgung der Notleidenden benötigten 38 Millionen Dollar (27,4 Millionen Euro) hat UNICEF erst 4,6 Millionen Dollar zusammen, wie das Hilfswerk weiter mitteilte. "Und das Schlimmste steht noch bevor. Wenn der Konflikt fortdauert und die Bauern nicht säen können, werden wir eine Unterernährung von Kindern sehen, wie es sie hier noch nie gab", sagte der Südsudan-Beauftragte von UNICEF, Jonathan Veitch.

Seit der Unabhängigkeit 2011 ist die Versorgungslage im Südsudan schwierig. Seit mehr als drei Monaten bekämpfen sich Anhänger von Präsident Salva Kiir und seines Rivalen Riek Machar. Mehrere tausend Menschen wurden bei den Gefechten getötet, mehr als eine Million sind auf der Flucht. Seit Beginn der Kämpfe hat sich die Versorgungslage bedrohlich zugespitzt - auch, weil Lager des Welternährungsprogramms (WFP) geplündert wurden.

Kommentare

strizzi49 melden

Wie wäre es, wenn die UNO anstatt eine Hungersnot zu befürchten, dort dafür sorgen würde, dass diese Kämpfe aufhören? Es ist natürlich bequemer, der Welt vom drohenden Hunger die Ohren vollzujammern, anstatt dort die Kämpfe zu beenden! Und natürlich werden wieder die Kinder in den Vordergrund gestellt! Warum bekommen die dort dauernd Kinder, trotzdem sie nix zum Fressen haben?

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Armut erhöht die Geburtenrate, Wohlstand senkt sie. Und wo ihnen von zehn Kindern nur zwei bis zum Erwachsenenalter bleiben, reproduzieren sie auf Teufel komm raus, blickens auf die Zeit bei uns vor ein paar Jahrhunderten. Kinder sind eben bei vielen Gruppen als lebende Sozialversorgung im Alter notwendig, d.h. sie müssen schon aus Egoismus viele haben. Das fällt weg wenns staatliche Institutionen gibt, was in armen Ländern halt oft nicht der Fall ist. Und die einzige Ausnahme zu der Regel, die mir überhaupt einfällt, wo Leute trotz Wohlstand viele Kinder haben, wären unsere Adeligen, der Frage warum bin ich nie nähergetreten. Und die Logik erst Geburtenbeschränkung dann Wohlstand ist falsch, wenns den Leuten einigermaßen geht, vermindert sich die Reproduktionrate von selbst. In unseren Breiten sind wir schon beim anderen Extrem. Wohlstand und Bildung, mehr braucht es nicht.

Aber mich verblüfft immer wieder der Ton, der bei dem Thema angschlagen wird. Wenn sich ein Kätzchen die Pfote einklemmt, gibts hier und in anderen Foren einen Aufschrei ob der furchtbaren Ungerechtigkeit, wenn 50.000 Kleinkinder dort an Hunger verrecken, sinds selber schuld. Was sind wir doch für seltsame Wesen, wir Menschen.

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