Südkorea von

"Untoter" Gauner

Als offiziell Toter hatte es der 44-jährige Lee zu schwer mit einem ehrlichen Leben

Südkorea - "Untoter" Gauner © Bild: Symbolbild:Corbis

Als Toter hat man es nicht leicht im Leben. Diese Erfahrung musste auch ein 44-jähriger Südkoreaner machen. Er habe sich nirgends bewerben können und sei daher auf Diebstahl angewiesen gewesen, erklärte Lee vor Gericht.

Wie ein Justizmitarbeiter mitteilte, hatten Polizisten bei der jüngsten Festnahme des 44-jährigen Lee die Fingerabdrücke mit den amtlichen Daten abgeglichen und überrascht festgestellt, dass er gar nicht existiert. Der Mann galt seit 1995 bei den Meldebehörden als gestorben, weil seine Familie ihn für tot erklären ließ, während er im Gefängnis saß.

Vor Gericht gab Lee an, wegen seines Status als Toter ständig Probleme gehabt zu haben. Vom Gefängnis aus habe er nichts daran ändern können. In Freiheit seien bürokratische Hürden im Weg gewesen. Die Richter ermöglichte Lee nun, sich bei den Behörden wieder "lebendig" zu machen - und sie schickten ihn erneut für drei Jahre ins Gefängnis.