Friedensplan von

Südkorea plant
Friedensgespräche mit Nordkorea

"Heißer Draht" könnte bereits am Freitag stehen

Demokartionslinie Süd- und Nordkorea © Bild: APA/AFP/Jung Yeon-je

Es tut sich wieder etwas im Nordkorea-Konflikt: Südkorea peilt nun Gespräche über Frieden und Abrüstung mit dem Nachbarstaat an.

Auf dem Gipfel der beiden verfeindeten Nachbarn am 27. April würden dies voraussichtlich zentrale Themen sein, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter in Seoul am Dienstag. Er äußerte die Hoffnung, dass Nordkorea zusagen werde, sein Atomprogramm zurückzufahren.

An den Formulierungen für eine mögliche gemeinsame Erklärung werde gearbeitet. Details über eine wirtschaftliche Zusammenarbeit werde diese aber vermutlich nicht enthalten. Noch vor dem Gipfel würden südkoreanische Regierungsvertreter womöglich nach Pjöngjang reisen. Ein "heißer Draht" zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un könne bereits diesen Freitag stehen.

Besucht Chinas Präsident Nordkorea?

Unterdessen sollen China und Nordkorea nach Medienberichten über einen Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in Pjöngjang verhandeln. Im Gespräch sei ein Besuch in der nordkoreanischen Hauptstadt im Juni nach einem möglichen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Montag.
Das Blatt berief sich auf nordkoreanische und chinesische Quellen. Die Gespräche liefen über die nordkoreanische Botschaft in Peking.

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking sagte zu den Berichten lediglich, unlängst habe Präsident Xi den Willen bekundet, mit seinem nordkoreanischen Kollegen "regelmäßigen Kontakt" zu pflegen "durch Besuche, Sondergesandte und Briefwechsel". Peking wolle nach dem geplanten USA-Nordkorea-Gipfel über die Visite entscheiden, berichtete "Yomiuri Shimbun". Im März hatte Kim einen Besuch in Peking absolviert und Xi zu einem Gegenbesuch eingeladen.

Kommentare