"Sudelkampagne gegen Haider": Bericht
über angeblichen Liebhaber empört BZÖ

Bucher: "Medien haben Ethik und Anstand verloren" Kärntner BZÖ-Chef lässt rechtliche Schritte prüfen

"Sudelkampagne gegen Haider": Bericht
über angeblichen Liebhaber empört BZÖ

Angebliche Enthüllungen der deutschen "Bild"-Zeitung über das Privatleben des tödlich verunglückten Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider haben beim BZÖ heftige Kritik ausgelöst. Die Berichte, die auch einen angeblichen Liebhaber zeigen, wurden durchwegs als "miese Geschäftemacherei" und "Schmutzkübelkampagne" zurückgewiesen. BZÖ-Bundesparteiobmann Josef Bucher sprach von einer "pietätlosen und inszenierten Sudelkampagne", die ganz bewusst knapp vor dem Todestag Haiders lanciert worden sei.

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler wollte die "Schmuddelberichte" überhaupt nicht kommentieren, ebenso wie Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider. Bucher meinte in einer Aussendung: "Manche Medien haben jede Ethik und jeden Anstand verloren und versuchen, mit dem verstorbenen Jörg Haider ihr Geschäft zu machen und sein politisches Wirken posthum zu zerstören."

Der Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch erklärte, er bedauere die niveaulose Berichterstattung vor allem im Hinblick auf die Witwe und die Töchter von Jörg Haider und kündigte Klagen an: "Wir werden uns das keinesfalls gefallen lassen. Die Einleitung rechtlicher Schritte wird bereits geprüft." Sein Bruder Kurt, Klubobmann im Kärntner Landtag, zeigte sich "fassungslos" über die "fieseste Schmuddelkampagne, die es in Österreich je gegeben hat". "Der Zeitpunkt dieser angeblichen "Offenbarungen" sei genau geplant und "von sensationsgierigen Journalisten ohne mit der Wimper zu zucken übernommen worden".

(apa/red)