Suche nach Überlebenden: 4.000 Menschen liegen auf Sumatra unter Beben-Trümmern

Viertel der Gebäude im Westen der Insel zerstört Opferzahlen beträchtlich: Über 1.000 Leute getötet?

Suche nach Überlebenden: 4.000 Menschen liegen auf Sumatra unter Beben-Trümmern © Bild: Reuters/de Castro

Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra rechnen die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz mit bis zu 4.000 Verschütteten. "Wir schätzen, dass noch zwischen 3.000 und 4.000 Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude begraben sind", sagte der UNO-Hilfskoordinator El Mostafa Benlamlih. Bob McKerrow von der Internationalen Föderation vom Roten Kreuz und Roten Halbmond schätzte die Zahl der Verschütteten ebenfalls auf bis zu 4.000.

Das Beben der Stärke 7,6 hatte den Westen Sumatras erschüttert. In der am schwersten betroffenen Stadt Padang sind rund ein Viertel der Häuser zerstört. Mehrere Dörfer in der Umgebung wurden nach Einschätzung des Roten Kreuzes völlig verwüstet. Die Regierung ging bisher von 777 Toten aus, die UNO spricht von mehr als 1.100 Toten. Laut UNO-Vertreter Benlamlih haben Verschüttete eine maximale Überlebenschance von fünf Tagen.

Taifun wütet auf Philippinen
Mit zerstörerischer Kraft hat der Taifun unterdessen "Parma" die Philippinen erreicht und die Menschen dort kurz nach dem todbringenden Tropensturm "Ketsana" erneut auf eine harte Probe gestellt. 405 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila wurden Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt - schon Stunden, bevor der Taifunwirbel nahe der Stadt Santa Ana mit Spitzengeschwindigkeiten von 175 Stundenkilometern und Böen von 210 Stundenkilometern auf Land stieß.

Schwere Regenfälle verwandelten Flüsse binnen Minuten in reißende Ströme. In ersten Berichten war von mindestens drei Toten die Rede. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde ein Mann unter einem einstürzenden Dach begraben, ein anderer Mann und ein zweijähriger Bub wurden von den Fluten fortgerissen und ertranken

(apa/red)