Suche nach Brandstiftern beginnt: Über 180 Leute in verheerendem Feuer umgekommen

Mehrere Ortschaften zu Tatorten erklärt und gesperrt Katastrophenausmaß setzt Bevölkerung unter Schock

Suche nach Brandstiftern beginnt: Über 180 Leute in verheerendem Feuer umgekommen © Bild: AP/

Nach den verheerenden Buschbränden in Australien mit mehr als 180 Toten ermittelt die Polizei in mehreren Fällen wegen Brandstiftung. Dazu wurde am Dienstag eine Task Force eingesetzt. Ihr Leiter Dannye Moloney kündigte an, dass seine Beamten das Phantombild eines Verdächtigen vorbereiteten - in diesem Fall geht es um einen Brand mit 21 Toten.

Mehrere zerstörte Ortschaften wurden zu Tatorten erklärt und für die Ermittlungen abgesperrt. Die Möglichkeit, dass bei der Katastrophe Brandstiftung im Spiel gewesen sei, "macht uns sprachlos", sagte Ministerpräsident Kevin Rudd.

5.000 Menschen obdachlos gemacht
Die Brände in der Nähe von Melbourne zerstörten mehr als 750 Häuser und machten 5.000 Menschen obdachlos, wie die Feuerwehr im südostaustralischen Staat Victoria mitteilte. Insgesamt wurde eine Fläche von 2.850 Quadratkilometern verbrannt.

Am Dienstag waren noch mehr als ein Dutzend Brände außer Kontrolle. Die Temperaturen waren allerdings weitaus niedriger als am Samstag, dem Tag mit den schwersten Bränden. Für die zweite Wochenhälfte ist erneut zunehmende Hitze angekündigt.

Unglaubliches Ausmaß der Katastrophe
Das Ausmaß der Katastrophe setzte die australische Öffentlichkeit unter Schock. Die Behörden verteidigten sich gegen Kritik, räumten aber ein, dass die bisherigen Richtlinien zur Evakuierung geändert werden sollten. Diese stellen es den Betroffenen frei, ob sie der Aufforderung zum Verlassen ihrer Häuser Folge leisten.

Die australische Feuerwehr besteht zum größten Teil aus Freiwilligen. Auch haben sie nicht die Mittel, um jedes Haus vor der Zerstörung zu bewahren. Daher versuchen viele Hausbesitzer, ihr Anwesen selbst zu schützen. "Es ist die Anwendung dieser Regel und ein Mangel an Alternativen, die wir angehen müssen", sagte am Dienstag der australische Feuerwehrchef Russel Rees. (apa/red)