Sturmtief "Joachim" von

Höhepunkt ist vorbei

Das Schlimmste sollte überstanden sein. 155 km/h am Feuerkogel registriert.

  • Bild 1 von 7 © Bild: APA/DPA/Zucchi

    Aufräumarbeiten in Hessen

  • Bild 2 von 7 © Bild: APA/DPA/Zucchi

    Umgestürzter Baum in Hessen

Sturmtief "Joachim" zieht langsam aus Mitteleuropa ab und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Auch durch Österreich fegten heftige Windböen und bescherten den Feuerwehren zahlreiche Einsätze. Auf den Sturm von Freitagnacht folgte am Samstag vielerorts der Schnee. Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden hierzulande am Freitagabend in Ober- und Niederösterreich gemessen.

An exponierten Bergstationen waren diese nach den Messungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien beachtlich: So wurden etwa am Feuerkogel (1.600 Meter Seehöhe) in Oberösterreich 155 km/h registriert. Im Flachland erreichten die Spitzen bis 117 Stundenkilometer in Waizenkirchen (Bezirk Grieskirchen, OÖ). Die durchschnittlichen Werte in Ober- und Niederösterreich lagen zwischen 60 und 90 km/h. Auch in der Wiener Innenstadt erreichten die Sturmböen 79 km/h.

In Oberösterreich rückte die Feuerwehr zu rund 150 Einsätzen aus, zu größeren Schäden kam es nicht. Verletzt wurde niemand. In Niederösterreich wurden vor allem umgestürzte Bäume, beschädigte Hausfassaden und -dächer gemeldet. Beim Salzburber Flughafen wurden durch den Sturm drei Kleinflugzeuge beschädigt.

Schneeschauer folgen
Auf den Sturm folgt Schnee: Für das Flachland wurden bis Samstagabend Schneeschauer prognostiziert. Damit wären erste Schneemengen selbst in Wien nicht ausgeschlossen. Im Flachland von Salzburg und Oberösterreich könnten am Samstag fünf bis 15 Zentimeter Neuschnee niedergehen, berichtete die ZAMG. Im Nordstau der Alpen werden 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee erwartet.

In Deutschland hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach den starken Windböen am Freitag seine Unwetterwarnungen wieder auf. "Joachim" ging nach Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h in der Nacht zum Samstag allmählich die Luft aus. "Joachim" zog weiter Richtung Nordosten. In Polen wurden mindestens vier Menschen verletzt. In Tschechien und der Slowakei machte Schnee den Autofahrern zu schaffen.