Sturms Sportdirektor Hörmann hat genug: Überraschender Rückzug wirft Fragen auf

Sturm-Präsident Rinner: "Habe nicht damit gerechnet" Foda und Gerstner übernehmen den Job einstweilen

Sturms Sportdirektor Hörmann hat genug: Überraschender Rückzug wirft Fragen auf © Bild: APA/Artinger

Sturm Graz ist der sportliche Leiter abhandengekommen. Walter Hörmann überraschte bei einem Mannschaftsfoto-Termin Club-Präsident Rinner, mit dem es in Transferfragen zuletzt Uneinigkeit gegeben hatte, mit der Bitte um sofortige Dienstfreistellung und reichte seine Kündigung ein. Der 46-jährige, langjährige Sturm-Spieler war im Jänner des Vorjahres als Sportdirektor installiert worden.

"Ich habe nicht mit der Kündigung gerechnet. Natürlich hat es Dinge gegeben, wo wir nicht immer einer Meinung waren, aber das ist in diesem Geschäft ja nichts Ungewöhnliches", betonte Rinner. "Er hat mir heute einen Brief überreicht und wollte mir über die Gründe nichts sagen, er meinte er sei emotional zu aufgewühlt", so der Sturm-Boss weiter. Dass Meinungsverschiedenheiten bei Spielertransfers der alleinige Rücktrittsgrund sein könnte, glaube er nicht.

Bis zur Klärung der Nachfolge hat Präsident Rinner die Agenden des sportlichen Leiters interimistisch Trainer Franco Foda und Co Thomas Gerstner übertragen. "Wir werden in naher Zukunft eine Lösung finden, denkbar ist auch ein englisches Modell", meinte Rinner zur möglichen zukünftigen Doppel-Rolle von Foda. UI-Cup-Starter Sturm hat unter der Ägide Hörmanns in den vergangenen Monaten mit Teamspieler Sebastian Prödl (Werder Bremen), Klaus Salmutter (LASK), Thomas Krammer (Austria) und Mark Prettenthaler (Augsburg) etliche junge Leistungsträger abgegeben.

(apa/red)

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