Sturm-Star Marc Janko: Nationalteam
"Lebenstraum" für Salzburg-Scharfschützen

Sechs Tore in letzten sechs Bundesliga-Spielen "Schön zu sehen, dass harte Arbeit belohnt wird"

Marc Janko hat seinen Klub Red Bull Salzburg am Samstag im Titelrennen zu einem 1:0-Sieg bei Rapid geschossen. Eine Einberufung in das österreichische Nationalteam wäre laut eigenen Angaben ein "Lebenstraum" des Stürmers, der im Sommer von der Admira nach Salzburg gewechselt war. Der 22-Jährige hat in seiner Empfehlung an ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger nun sechs Tore in den vergangenen sechs Bundesliga-Spielen zu Buche stehen.

"Mit einer Einberufung rechne ich aber trotzdem noch nicht fix", betonte Janko etwas mehr als einen Monat vor dem Länderspiel gegen den WM-Teilnehmer Kroatien am 23. Mai in Wien. Große Taten hat der Niederösterreicher in den Nationalfarben - wenn auch nur auf U21-Niveau - bereits vollbracht. Im vergangenen Oktober zeichnete der Angreifer vor 28.000 Zuschauern an der Elland Road in Leeds mit zwei Toren nach der Pause für einen 2:1-Erfolg - den ersten über die Alterskollegen aus England überhaupt - verantwortlich. "Das war ein super Erlebnis."

Schon beim Wechsel zu Red Bull hatte es 2005 ein heftiges Transfer-Tauziehen um den groß gewachsenen Stürmer gegeben. Auch die Südstädter hatten sein Talent erkannt. "Ich will mir in Salzburg einen Stammplatz erkämpfen", nannte der Youngster sein Nahziel und begründete seinen aktuellen Lauf mit dem Vertrauen, das ihm von Sportchef Kurt Jara entgegengebracht wird. Dieses Vertrauen rechtfertigt Janko Woche jetzt für Woche mit - teils sehenswerten - Toren.

Beweglicher "Riese"
"Das Tor gegen Rapid war wunderbar", meinte Coach Jara. Dabei hatte Janko im Hanappi-Stadion in der 13. Minute mit seinem schwächeren rechten Fuß ins rechte Eck abgezogen. Nach Seitenwechsel vergab der 22-Jährige sogar noch drei Chancen auf Saisontor Nummer acht, die er sich zum Teil selbst durch seine für einen 1,95-Meter-Mann ungewöhnliche Beweglichkeit erarbeitet hatte. "Da hat mir bereits ein bisschen die Kraft gefehlt", gab der Matchwinner zu.

An diesen Defiziten will Janko ("Ich will jede Chance reinhauen") weiter arbeiten - zumindest dreimal pro Woche mit individuellem Zusatztraining. "Es ist schön, immer wieder zu sehen, dass harte Arbeit belohnt wird", erklärte der Torjäger - früher oder später wohl auch mit einer Nominierung für das Nationalteam. Denn zum Stichwort EURO 2008, die Österreich gemeinsam mit der Schweiz ausrichtet, fällt dem Stürmer nur eines ein: "Einfach geil."

(apa)