Sturm - Salzburg von

Die Bullen erlegt

Grazer Meister feiert dank Doppelschlag einen 2:1-Triumph im Spitzenspiel

Sturm - Salzburg - Die Bullen erlegt © Bild: GEPA

Sturm Graz hat die zweieinhalb Jahre währende Negativserie gegen Red Bull Salzburg beendet. Der Titelverteidiger entschied in der 12. Runde der Fußball-Bundesliga das Duell mit dem Vizemeister mit 2:1 (2:0) für sich und schaffte damit den Anschluss an die Meisterfavoriten. Manuel Weber (25.) und Imre Szabics (28.) leiteten mit einem Doppelschlag den ersten Liga-Sieg der Grazer gegen die Roten Bullen seit 21. Mai 2009 ein. Salzburg wurde erst nach dem Ausschluss von Milan Dudic (77.) gefährlich, doch es gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Dusan Svento (84.).

Sturm konzentrierte sich zunächst darauf, die am Donnerstag beim 2:2 in Bilbao so starke Salzburger Offensivabteilung in den Griff zu bekommen. Das gelang bestens. Salzburg, erstmals mit dem vor zwei Wochen verpflichteten Niederländer Luigi Bruins, dominierte zwar in der Anfangsphase das Spiel, konnte sich aber in Strafraumnähe nicht durchsetzen und war wenig gefährlich.

Doppelschlag von Sturm
Sturm dagegen erwies sich als Meister der Effizienz. Mit der ersten Chance gingen die Steirer in Führung. Roman Kienast, erstmals seit dem 21. August in der Startelf von Franco Foda, zeigte dabei, wie sehr er wegen seines Mittelfußknochenbruchs seinem Team gefehlt hat. Kienast überspielte den weit aus dem Tor gelaufenen Salzburg-Torhüter Gustafsson, bewies an der Torlinie Ruhe und Übersicht und legte ideal für Weber zurück, der zur Führung einschoss.

Mit der nächsten schönen Kombination legte Sturm gleich nach. Szabics verwertete nur drei Minuten später eine Säumel-Flanke per Kopf zum 2:0. Kainz hatte sogar die große Chance auf das 3:0 (35.), ehe auch die Salzburger erstmals einem Treffer richtig nahe kamen. Säumel klärte bei einem Zarate-Schuss aber vor der Linie (40.).

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz brachte nach der Pause mit Jantscher (ab 46.) und Maierhofer (ab 57.) frische Offensivkräfte, an der fehlenden Durchschlagskraft änderte sich zunächst aber nichts. Sturm schien die Partie sicher im zu Griff haben, ehe Dudic vorzeitig vom Platz musste. Der Innenverteidiger, der schon nach zwei Minuten wegen eines unnötigen Handspiels Gelb gesehen hatte, erhielt nach einem Foul an Roman Wallner Gelb-Rot.

Nur der Anschlusstreffer
In Überzahl blies Salzburg zu einer Schlussoffensive, die auch zu einem Torerfolg führte. Nach Wallner-Flanke und Maierhofer-Kopfballvorlage verkürzte Svento auf 1:2, mehr gelang den Gästen aber nicht mehr. Damit sind die Grazer in der Bundesliga schon seit einem halben Jahr oder neun Spielen, seit dem 16. April, in Heimspielen ungeschlagen.

Salzburg konnte nicht an die starke Leistung vom Bilbao-Spiel anschließen. Nach nur einem Punkt aus den jüngsten vier Liga-Spielen wird wohl die zuletzt auch von innerhalb des Vereins laut gewordene Kritik nicht verstummen.

SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg 2:1 (2:0)
Graz, UPC-Arena, 12.029, SR Lechner.

Tore:
1:0 (25.) Weber
2:0 (28.) Szabics
2:1 (84.) Svento

Sturm Graz: Cavlina - Ehrenreich, Dudic, Feldhofer, Klem - Hölzl (86. Bukva), Weber, Säumel, Kainz (88. Popchadse) - Szabics (79. Burgstaller), Kienast

Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Pasanen, Hinteregger (57. Maierhofer) - Bruins, Schiemer (81. Jefferson), Svento - Zarate (46. Jantscher), Wallner, Leonardo

Gelb-Rot: Dudic (77./Foul)
Gelbe Karten: Kienast, Kainz, Weber, Szabics bzw. Hinteregger,
Schwegler