Sturm Graz von

Franco Foda gefeuert

Trainer wird nach Cup-Debakel beurlaubt. Vertrag wäre mit Saisonende ausgelaufen

Sturm Graz - Franco Foda gefeuert © Bild: GEPA

Die Ära von Meistertrainer blamablen Aus im Cup-Viertelfinale gegen Erste-Liga-Schlusslicht Hartberg.

Foda erklärte, der sportliche Geschäftsführer Paul Gludovatz und sein wirtschaftliches Pendant Christopher Houben hätten ihm in einem Gespräch in der Geschäftsstelle gegen 13.00 Uhr von den Absichten des Vereins informiert. Der Club habe eine einvernehmliche Vertragsauflösung angestrebt. "Dieser habe ich aber nicht zugestimmt", erklärte Foda, woraufhin die Beurlaubung erfolgt sei. "Die beiden haben mir erklärt, sie seien nur Überbringer der Botschaft. Es handle sich um einen Auftrag von Präsident Christian Jauk."

Emotionaler Abschied vom Team
"So ist das Fußballgeschäft", meinte Foda, der das Amt seit 1. Juni 2006 innehatte und schon als Aktiver um die Jahrtausendwende der erfolgreichen Sturm-Truppe von Trainer Ivica Osim angehörte. "Das muss ich akzeptieren und respektieren. Ich wollte meinen Vertrag bis Ende Mai erfüllen. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute. Ein Europacupplatz ist weiter in Reichweite." Als Trainer brachte Foda Sturm bisher einen Cup-Sieg (2010) und einen Meistertitel (2011) ein.

Von der Mannschaft verabschiedete sich Foda vor dem Training am Donnerstagnachmittag. "Es war eine sehr emotionale Angelegenheit nach den vielen Jahren", berichtete der Mainzer danach. Auch Sturms Routinier Mario Haas, der mit Foda noch zusammengespielt hatte, sah es so. "Es war sehr emotional, aber auch sehr professionell. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken. Franco hätte sich einen würdigeren Abschied verdient. Aber so ist das Geschäft", meinte der Stürmer.

Kristl übernimmt interimistisch
Als Interimscoach fungiert ab sofort bis Saisonende der bisherige Co-Trainer und Foda-Landsmann Thomas Kristl. Ihm zur Seite stehen Amateure-Betreuer Dietmar Pegam und dessen dortiger "Co" Günther Neukirchner. "Ich betone, dass es sich um eine interimistische Lösung handelt, die auf die laufende Suche nach einem Trainer für die Zukunft keinen Einfluss hat", erklärte Gludovatz.

Der Sportdirektor gab sich jedenfalls von der Lösung überzeugt. "In der momentanen Situation sind wir sicher, die beste Entscheidung getroffen zu haben. Mit drei Punkten Rückstand auf Platz drei, punktegleich mit dem Vierten, sind wir noch voll im Rennen um einen internationalen Startplatz." Kristl hat nun die Aufgabe, mit einem Heimsieg gegen Tabellenführer Salzburg am Samstag die Chancen am Leben zu erhalten.

Kommentare

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armer franco meiner meinung nach müsste für franko foda ein denkmal gesetzt werden, was er mit dieser mannschaft, vor allem ohne geld, erreicht hat. wünsche franco foda auf jeden fall alles gute, denn ich weiß, dass kein klassespieler in unserer operettenliga spielen würde. wunderschönen urlaub franco und toi.toi.toi

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Re: armer franco genau so ist es ,die halbe Mannschaft gehört gefeuert nicht er .aber der Wunderheiler aus Ried wird das schon machen.da sind ja Holzknechte und keine Fußballer.

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