Sturm besiegt Angstgegner Pasching: Mit Doppelpack ebnete Filipovic Weg zum Erfolg

Serbe traf in fünfter und zwölfter Minute für Blackies Paschinger damit seit vier Spielen ohne vollen Erfolg

Punkteabzügen und damit verbundenen Abstiegssorgen zum Trotz hat Sturm Graz einen 2:1-Heimsieg gegen Pasching gefeiert. Bojan Filipovic gelang mit einem frühen Doppelpack (5., 12.) die Vorentscheidung für das Schlusslicht, das nun fünf Zähler hinter dem insolventen Stadtrivalen GAK liegt. Dem Vierten Pasching gelang zwar nach drei torlosen Runden durch Gerald Krajic wieder ein Treffer (56.), die Oberösterreicher sind jedoch bereits seit vier Partien ohne Sieg.

Vor Spielbeginn bekräftigte Sturm-Präsident Hans Rinner, dass die Grazer nach dem Rückzug des 28-Punkte-Abzugs gegenüber dem GAK keine rechtlichen Schritte einleiten wird. "Wir halten uns an die Bundesliga-Richtlinien und werden den ordentlichen Instanzenweg gehen. Es gibt keinen keinen Grund zur Panik", meinte Rinner. Er rechne damit, dass der GAK nach Abschluss des Zwangsausgleichs am 19. April erneut mit einem Punkteabzug belegt werde.

Sein Team zeigte sich vor 8.064 Zuschauern zumindest in der ersten halben Stunde nicht wie ein Abstiegskandidat. Der erstmals im Frühjahr von Beginn an aufgebotene Filipovic sorgte mit einem Doppelpack (5., 12.) für die frühe Führung, nach mustergültiger Prettenthaler-Vorarbeit war der Serbe aus 14 Metern ebenso erfolgreich wie mit einem Direktschuss nach einem flach abgespielten Eckball von Haas.

Die von Coach Dietmar Constantini nach drei torlosen Runden stark veränderte Pasching-Elf zeigte lange Zeit kaum zusammenhängende Aktionen, der kurz darauf ausgewechselte U19-Teamspieler Bukva sorgte mit einem Distanzschuss erstmals für Gefahr (32.). Sturm verlagerte sich, die frühe Führung im Rücken, nach einer halben Stunde in die Defensive und lauerte auf Konter.

In den zweiten 45 Minuten starteten die Hausherren erneut gefährlicher, Teamspieler Leitgeb prüfte Pasching-Torhüter Schicklgruber mit zwei Distanzschüssen (48., 50.). Dem für den farblosen Mayrleb zur Pause eingewechselten Krajic gelang jedoch aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Sturm-Goalie Gratzei konnte einen Gewaltschuss von Sariyar nicht bändigen, der Stürmer staubte aus kurzer Distanz zum 1:2 ab (56.).

In einem in der Folge offenen Spiel zitterte Sturm danach bis zum Schlusspfiff um die drei Zähler, Krajic scheiterte nach einem weiteren nur kurz abgewehrten Pamminger-Schuss aber an Gratzei (85.). Pasching-Stürmer Fidjeu-Tazemeta sah wegen wiederholtem Foulspiel zu Recht die Gelb-Rote Karte (90.).

(apa/red)