Studie über Zukunftsperspektiven von Fußballprofis: Österreich an letzter Stelle

Schlechtes Zeugnis bezüglich Altersvorsorge

Studie über Zukunftsperspektiven von Fußballprofis: Österreich an letzter Stelle

Österreich bietet Fußball-Profis laut einer von der Internationalen Spielervereinigung (FIFPro) und der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen und in 21 europäischen Ländern durchgeführten Studie die schlechtesten Zukunftsperspektiven für die Zeit nach ihrer sportlichen Karriere.

Den 20. und letzten Platz in der von der niederländischen Steuerberatungs-Kanzlei Ernst & Young nach steuerlicher Attraktivität und Altersversorgung bzw. -vorsorge erstellten Rangliste teilt sich der EURO-2008-Veranstalter Österreich mit Slowenien. Norwegen führt das Ranking vor den Niederlanden und Spanien an.

"Tragische Fälle"
FIFPro-Generalsekretär Theo van Seggelen betonte: "Es gibt zahlreiche tragische Fälle von großartigen Fußballern, die nach dem Karriereende vor dem Nichts standen. Die berühmteren Beispiele finden den Weg in die Medien, aber tausenden Fußballern passiert dies in jungen Jahren auf Grund schlimmer Verletzungen oder nach ihrer Entlassung durch die Klubs."

Ernst & Young, die damit eine Studie aus dem Jahr 2001 wiederholten, verglichen die 21 in der Rangliste angeführten Länder nach den Kriterien Steuersatz des persönlichen Einkommens, Basis des steuerpflichtigen Einkommens, Behandlung der ausländischen Spieler und spezielle Steuer-Erleichterungen. Die Studie behandelte weder die absoluten Einkommen der Profis noch die allgemeine Attraktivität der Länder aus nicht-steuerrelevanter Sicht. Betont werden soll die Notwendigkeit einer zentralen Pensions-Koordinierung, da viele Fußballer während ihrer Karriere in mehreren Ländern tätig sind.

Norwegen verdankt die Spitzenposition einer Kombination aus einem moderaten Steuersatz, einer speziellen Regelung für Spieler-Verträge mit kurzer Laufzeit und Steuererleichterungen für Fußballer.

(apa/red)