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In Kaffeevollautomaten fühlen sich Keime wohl

Sind Kaffeemaschinen Keim-Schleudern?

Studie - In Kaffeevollautomaten fühlen sich Keime wohl © Bild: Martin Gerten/dpa/apa

In Kaffeemaschinen stecken so viele Keime wie in einem Abflussrohr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

Eine ganze Reihe von Kaffee-Vollautomaten hat der Student Jan Schages für seine Masterarbeit untersucht. Das Ergebnis ist wenig schmackhaft: Es lassen sich in den Kaffeeautomaten dieselben Keime wie im Abfluss finden.

"Es zeigt sich deutlich, dass die Kaffeemaschine eine Quelle für Mikroorganismen sein kann und sich vor allem Bakterien hinterher auch im gebrühten Kaffee wiederfinden", so Schages, der Lebensmittelwissenschaften an der Hochschule Rhein-Waal in Deutschland studiert. Der Student üperprüfte wie viele und welche Art Keime sich in den Maschinen finden – und was davon am Ende im Kaffee landet.

Demnach würden sich die Bakterien unter anderem in den wasserführenden Elementen der Kaffeevollautomaten ansiedeln. Dort bilden sie unter anderem einen Biofilm. "Man kennt solche Biofilme auch aus dem Abfluss, wenn man den reinigt"

Zudem untersuchte Schwages, wie es um die Hygiene von mitgebrachten Coffee-to-Go-Bechern steht. Das Ergebnis hierbei ist beruhigend: In Mehrwegbechern ist die Keimbelastung dagegen vernachlässigbar.

Und wie kann man einen keimfreien Kaffee genießen?

"Damit man am Ende möglichst wenige Mikroorganismen im Kaffee wiederfindet, kann man die Ausgabetemperatur – also die Temperatur, mit der der Kaffee in die Tasse läuft – erhöhen, von 60 oder 63 Grad auf 68 Grad. Und man sollte Kaffeevollautomaten regelmäßig reinigen, also Wasser wechseln, Wassertank und Kaffeesatzbehälter saubermachen", so Schages.