Studie gibt Aufschluss über Jugendtrends: Wie Krocha, Skater & Co wirklich ticken

Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist am wichtigsten 1000 Personen von elf bis 39 Jahren wurden befragt

Studie gibt Aufschluss über Jugendtrends: Wie Krocha, Skater & Co wirklich ticken © Bild: Wild Obsession

Vom Krocha bis zum Emo, vom Skater bis zum Öko/Alternativen - die heutige Jugend kann aus einer breiten Palette an Lebensstilen wählen. Welche Lifestyles im Trend sind, wofür die Jugendlichen am meisten Geld ausgeben und welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, zeigen die Ergebnisse der aktuellen Timescout-Studie für Österreich und Deutschland.

Ob nun Skater oder Emo, wichtig ist vor allem eines: Die Zugehörigkeit zur Gruppe muss klar erkennbar sein. Das schlägt sich auch in der Ausgabenliste nieder - die Spitzenreiter sind Kleidung und Accessoires, Ausgehen, Kosmetikprodukte und nicht-alkoholische Getränke, die etwa durch die Gesundheitswelle auch an Coolness-Faktor gewonnen haben. Mit anderen Worten: Am meisten Geld fließt, um den persönlichen Lebensstil für andere sichtbar zu machen.

Snowboarder werden weniger
Welchen Szenen sind in Österreich besonders "in"? Im Gegensatz zum deutschen Nachbarn ist hierzulande die Fitness- und HipHop-Szene deutlich schwächer ausgeprägt. "Ökos/Alternative", "Techno", "House" und "Metal/Rock" finden bei unseren Jugendlichen dafür deutlich mehr Anklang. Schwindend sind hingegen die Anhänger der "Snowboard-Szene".

Auch beim Musikgeschmack gibt es zwischen den beiden Ländern einige Unterschiede. Während die Deutschen mehr auf Soul und HipHop setzen, stehen Österreichs Jugendliche mehr auf Rock, Independent und Club-Musik.

Was die Freizeitbeschäftigungen angeht, sind sich Deutsche und Österreicher ziemlich ähnlich. Die Hitliste führen seit Jahren die Bereiche Musik und Freunde an, kontinuierlich am Steigen ist die Vorliebe für das Internet. Vor allem in Sachen Kommunikation, Unterhaltung, Informations- und Partnersuche setzt die Jugend immer mehr auf den Einsatz des Internets. Das schlägt sich auch auf andere Aktivitäten nieder: Besuche von Clubs, Diskotheken, Lokalen und Privatpartys werden seltener.

Keine Probleme mit Neuen Medien
Während die hochkomplexe Medienumwelt so manch Erwachsenem Kopfzerbrechen bereitet, sind die Jugendlichen damit aufgewachsen. Internet, Handy, MP3-Player und Spielkonsolen werden daher problemlos in den Alltag integriert und häufig auch parallel genutzt. Schlüsselmedium ist eindeutig das Internet, das vor allem in urbanen Mittelschichten zu einer der Selbstverständlichkeiten des Lebens gehört. Im Gegensatz zum Fernsehen ist hier nicht zurücklehnen und berieseln lassen, sondern - vor allem im Web 2.0 - eigene Aktivität gefragt.

Für die aktuelle Timescout-Studie wurden in Österreich 1.000 Personen zwischen elf und 39 Jahren nach Szenen, Musik, Sport, Marken und Medien befragt. Erhoben wurden die jüngsten Daten im Dezember 2007, die nächste Welle folgt im Juni 2008.

(apa/red)