Prozess von

Studentin in Freiburg getötet -
Prozess hat begonnen

Riesiges Publikumsinteresse

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag vor dem Landgericht Freiburg der Mordprozess gegen Hussein K. begonnen.

Dem jungen Flüchtling wird zur Last gelegt, die 19-jährige Studentin im vergangenen Oktober in Freiburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Die Bewusstlose ertrank im seichten Ufergewässer des Flusses Dreisam, wo der Täter sie nach der Tat abgelegt haben soll.

K., der eigenen früheren Angaben zufolge aus Afghanistan stammt, wurde im Dezember 2016 gefasst. Seine Identität ist unklar, ebenso wie sein genaues Alter. Angeklagt ist er vor der Jugendkammer, kann jedoch je nach Bewertung des Gerichts auch nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden.

Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Auch am Prozesstag war das Publikumsinteresse riesig: Bereits zwei Stunden vor Beginn der Verhandlung standen die Zuschauer vor dem Landgericht Schlange.

Nach der Festnahme des Verdächtigen stellte sich heraus, dass er vor seiner Flucht nach Deutschland in Griechenland eine 20-Jährige fast umgebracht hatte. Er kam in Haft, wurde im Zuge einer Amnestie aber wieder freigelassen. Dann tauchte er unter und tauchte 2015 als angeblich minderjähriger Flüchtling unerkannt in Deutschland wieder auf. Für den Prozess sind zunächst 16 Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil könnte frühestens im Dezember fallen. Gehört werden sollen 45 Zeugen sowie zehn Sachverständige.

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