Stubenreinheit von

Raus aus den Welpen-Windeln

Junge Hunde müssen erst lernen, wo sie ihr Geschäft verrichten dürfen

Stubenreinheit - Raus aus den Welpen-Windeln © Bild: Isabel Finsterwalder

Der Schlüssel zur Stubenreinheit sind Geduld, ein geregelter Ablauf – und die Einhaltung dieser Faustregeln.

Aller Anfang ist schwer – das bekommen Besitzer junger Hunde schon beim Sauberkeitstraining zu spüren. Es kann ziemlich frustrierend sein, wenn trotz aller Bemühungen doch wieder „ein Lackerl“ danebengeht. Mit etwas Geduld, gutem Timing und den folgenden Tipps wird Ihr Hund aber schnell stubenrein.

So klappt es mit der Sauberkeit
Auch wenn Welpen bei der Übernahme noch sehr jung sind (zwischen acht und zwölf Wochen), sollte man mit dem Sauberkeitstraining sofort beginnen. Anfangs müssen die Kleinen noch sehr oft hinaus (alle zwei bis drei Stunden). Die neue Umgebung, Gerüche und andere Hunde sind für die Kleinen oft so aufregend, dass sie vergessen, ihr Geschäft zu verrichten. Daher wartet man am besten an einem ruhigeren Platz ab. Sobald der Welpe zur Ruhe kommt, klappt es auch mit der Pinkelrunde.

Fixe Zeiten – etwa nach dem Spielen, Schlafen und Füttern hinausgehen – sind sehr hilfreich. Denn eines ist sicher: Ein Welpe, der zu geregelten Zeiten gefüttert wird, wird auch zu regelmäßigen Zeiten hinausmüssen. Selbst in der Nacht sollte man sich überwinden und Gassi gehen. Die meisten Welpen melden sich bald von selbst, wenn sie hinausmüssen. Deshalb sollte man in ihrer unmittelbaren Nähe schlafen oder mit einem Babyfon arbeiten. Viel Zeit bleibt dann nämlich nicht mehr.

Veraltete Trainingsmethoden
Geht doch mal etwas daneben, ist man meistens selber schuld. Keinesfalls darf man den Hund dafür bestrafen und etwa seine Schnauze in die Notdurft stecken. Das würde lediglich bewirken, dass der Welpe verängstigt und verunsichert wird. Ebenso sinnlos ist es, ihn im Nachhinein zu schimpfen, denn Hunde würden den Zusammenhang nicht verstehen. „Erwischt“ man den Kleinen auf frischer Tat, bewährt sich Folgendes: Ein bestimmtes „Nein“, dann den Welpen hochheben (dabei schließt sich der Schließmuskel automatisch) und ins Freie tragen, damit er sein Geschäft dort beenden kann. Und nicht vergessen: Wenn’s mit der Sauberkeit klappt, immer loben!

So klappt’s mit den Lackerln im Freien

Faustregel: Nach dem Schlafen, Spielen oder Fressen sollte man mit dem Hund ins Freie, damit er gleich sein Geschäft verrichten kann.

Gassi-Intervalle: Anfangs können die Kleinen ihren Drang, „Gassi“ zu gehen, noch nicht kontrollieren. Deshalb muss man alle zwei bis drei Stunden hinaus.

Geduld: Neue Eindrücke und Gerüche lassen Welpen anfangs oft auf ihr Geschäft vergessen. Nur an ruhigeren Orten können die Kleinen zur Sache kommen.

Keine Strafen: Dazu zählen Schnauze ins Malheur halten oder schimpfen. Stattdessen muss richtiges Verhalten belohnt werden.

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