Stronach schließt Akademie in Hollabrunn: Keine Lizenz durch zuständige Kommission

Dritter BNZ-Standort in NÖ steht nicht zur Debatte Stronach: Bekommen keine Lizenz, was soll ich sagen

Stronach schließt Akademie in Hollabrunn: Keine Lizenz durch zuständige Kommission © Bild: APA/Gindl

Etwas mehr als acht Jahre nach ihrer Gründung lässt Frank Stronach seine im Oktober 2000 mit vielen Vorschusslorbeeren ins Leben gerufene Vorzeige-Akademie in Hollabrunn offenbar schließen. Der austro-kanadische Millionär soll die Anordnung gegeben haben, in der Talenteschmiede in Niederösterreich mit Ende der Frühjahressaison die Lichter ausgehen zu lassen.

Laut Berichten von "Kronenzeitung" und "Kurier" wird die BNZ-Kommission der Frank-Stronach-Akademie (FSA) keine neue Lizenz mehr erteilen, da in Niederösterreich mit der Südstadt und St. Pölten bereits zwei Nachwuchsakademien vorhanden sind. Die FSA, die sich Stronach jährlich knapp zwei Mio. Euro kosten ließ und bis dato die Jungprofis der Wiener Austria ausbildete, sollte im Sommer gänzlich zum Stronach-Club FC Magna Wr. Neustadt übergehen. Ein dritter BNZ-Standort in Niederösterrreich stünde aber nicht zur Debatte.

"Was soll ich dazu noch sagen?"
"Wir bekommen keine Lizenz, was soll ich dazu noch sagen?", meinte Stronach gegenüber dem "Kurier". Er werde jedoch weiter investieren und "auch in Wr. Neustadt Junge ausbilden". Dem ÖFB bescheinigte der 76-jährige Steirer, der von 1998 bis 2005 als Bundesliga-Präsident agierte, kein gutes Zeugnis: "Ich finde es schade, dass Paragrafen festlegen, ob ich eine Akademie machen darf." Man müsse froh sein, dass jemand sein Geld in den österreichischen Nachwuchs investiere.

Die rund 70 Jungkicker sollen im Sommer nun bei anderen Clubs und Akademien unterkommen, bis dahin bleibt der Schulbetrieb aufrechterhalten. "Wir können die Spieler bis zu deren Abschluss bei Vereinen aus der Umgebung unterbringen", wurde Akademie-Leiter Karl Schörg in der "Krone" zitiert. Auch die Austria, die in Wien-Favoriten eine eigene Akademie auf die Beine stellt, könnte einen Teil der FSA-Schüler aufnehmen.

(apa/red)

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