Stromrechnungen sind "unverständlich": Kunden wünschen sich bessere Lesbarkeit

58 Prozent beschäftigen sich mit Zahlenkonvolut Großteil nicht in der Lage, Kostenbelastung zu prüfen

Stromrechnungen sind "unverständlich": Kunden wünschen sich bessere Lesbarkeit

Für viele Kunden ist ihre Stromrechnung etwa ebenso anschaulich wie das sprichwörtliche Buch mit sieben Siegeln: 60 Prozent der Teilnehmer an einer Online-Umfrage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) finden die Rechnungen "grundsätzlich unverständlich". Dabei beschäftigt sich ein fast ebenso großer Anteil (58 Prozent) eingehend mit dem Zahlenkonvolut. Mehr als vier Fünftel der Befragten sind dafür, die Lesbarkeit zu verbessern.

Der VKI hat im Auftrag der Bundeswettbewerbsbehörde den Besuchern seiner Homepage Fragen zur Verständlichkeit von Stromrechnungen gestellt. Bis Ende Mai hatten 213 Personen geantwortet. Das Ergebnis: Ein Großteil der Bevölkerung ist nicht in der Lage, die Kostenbelastung zu prüfen - in einem Bereich, der zu den größten Ausgabenposten eines privaten Haushalts zählt.

35 Prozent der Umfrageteilnehmer können auf ihrer Abrechnung nicht erkennen, ob ihr Energieverbrauch gestiegen oder gesunken ist, berichtet das Magazin "Konsument" (Juli-Ausgabe). Fast drei Viertel vermögen nicht auf einen Blick zu erkennen, ob und wann sich der Strompreis verändert hat. 60 Prozent haben keine Ahnung, welcher Anteil des Rechnungsbetrags auf den Verbrauch und welcher auf die Netzkosten entfällt.

Große Verwirrung stiften die vielen Kostenbestandteile wie Elektrizitätsabgabe, Gebrauchsabgabe, Messentgelt, Netzverlustentgelt etc. Nur die wenigsten können damit etwas anfangen. (apa/red)

Kommentare

Stromrechnung Eine undurchsichtige oder schwer verständliche Rechnungsaufstellung macht doch nur, wer etwas zu verbergen hat oder nicht will, dass eine Vergleichbarkeit im Sinne des Wettbewerbes möglich ist. Hat die e-control hier geschlafen?

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