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Die größten Stressfallen

Machen Sie sich das Leben nicht zur Hölle: So entkommen Sie dem ungesunden Stress!

Verzweifelte Frau vor dem Computerbildschirm © Bild: Thinkstock

Stress ist nicht in jedem Fall zu verteufeln. Ein gewisses Maß ist sogar gut, weil leistungsfördernd. Doch auch hier gilt wie so oft im Leben: Die Dosis macht das Gift. Wer permanent Stress ausgesetzt ist, wird früher oder später mit der Gesundheit bezahlen. Wir decken die größten Stressfallen auf und verraten Ihnen, wie Sie sie vermeiden können.

Stressfalle Nr. 1: Pausen vernachlässigen

Die Arbeit häuft sich bereits zu Bergen und der Chef sitzt Ihnen im Nacken? Jetzt heißt es, durchbeißen und jede Minute nutzen. Oder? Nein! Denn wer keine Pausen macht, wird irgendwann einmal gar keine Energie mehr haben. Da hilft dann auch der beste Wille nichts mehr. Mit leerem Tank können Sie noch so sehr aufs Gaspedal treten - und kommen dennoch keinen Millimeter weiter. Gönnen Sie sich daher regelmäßig Pausen! Sie werden sehen: Danach werden Sie mit doppelt so viel Elan weiterarbeiten.

Stressfalle Nr. 2: Lähmende Gewohnheiten

Der Mensch ist nicht umsonst ein Gewohnheitstier. Rituale erleichtern uns oft den Alltag, sie helfen uns, Aufgaben automatisiert zu erledigen und dadurch geistige Ressourcen zu sparen. Doch nicht immer ist gut, was automatisch abläuft. Manchmal sind es gerade unsere Gewohnheiten, die uns in eine Stressfalle locken. Etwa wenn der Wochenendeinkauf auf Biegen und Brechen freitagabends erledigt oder der Abwasch direkt nach dem Kochen gemacht werden muss. Daher unser Rat: Überprüfen Sie den aktuellen Nutzen althergebrachter Gewohnheiten und werfen Sie sie, wenn notwendig, über Bord!

Stressfalle Nr. 3: Perfektionismus

Der Wille, jede Aufgabe perfekt zu meistern, treibt uns oft an unsere Grenzen. Doch nicht immer ist ein perfektes Ergebnis seinen Preis wert. Mal ganz abgesehen davon, dass das perfekte Ergebnis ohnehin im Auge des Betrachters liegt. Daher: Machen Sie Abstriche. Entscheiden Sie, wo es wirklich notwendig ist, sämtliche Energie zu investieren. Und lassen Sie auch mal ein "gut" gelten. Denn: Auch "gut" ist hier oder da gut genug.

Stressfalle Nr. 4: Alles selbst machen

Manch einer tut sich gar schwer, Aufgaben abzugeben. Nicht selten steckt dahinter die (vermeintliche) Annahme, niemand sonst außer man selbst könne zu dem gewünschten Ergebnis kommen. Vergessen Sie's! Andere haben vielleicht einen anderen Weg, um ans Ziel zu kommen. Und möglicherweise unterscheidet sich auch deren Arbeitsergebnis von dem Ihren. Was aber noch lange nicht heißt, dass hierunter die Qualität leidet. Vertrauen Sie auf die Fähigkeiten anderer - und geben Sie hie und da auch mal ein bisschen Verantwortung ab.

Stressfalle Nr. 5: Freizeitstress

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen unserer Zeit: Nicht nur der Arbeitstag, sondern auch die Freizeit muss von A bis Z durchgeplant sein. Nur keine kostbare Zeit vergeuden! Freunde treffen, Sport treiben, ausgehen... wer ein "erfülltes" Leben haben will, muss alles unter einen Hut bringen. Denken wir. Doch vor lauter Freizeitstress kommen wir oft gar nicht mehr dazu, das Erlebte zu genießen. Wir vergeben die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen. Aber gerade das ist in Zeiten, in denen ständig alles in Bewegung ist, so wichtig! Daher: Gönnen Sie sich auch mal eine Verschnaufpause, in der Sie gar nichts machen außer faulenzen. Und scheuen Sie sich um Himmels Willen nicht davor, Ihren Freunden auch mal abzusagen.

Stressfalle Nr. 6: Immer freundlich sein

Wer immer nett und freundlich ist, kommt leichter durchs Leben. Oder? Irrtum! Wer immer nett und freundlich, erleichtert vielleicht seinen Mitmenschen das Leben. Doch sich selbst legt er oft unnötige Steine in den Weg. Wer sich anpasst, um unangenehme Konfrontationen zu vermeiden, kommt früher oder später zu kurz - und hat letztlich erst recht Stress. Lernen Sie, Ihre Gefühle und Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und ihnen zu folgen. Sprechen Sie sie aus - auch wenn das Ihrem Gegenüber gar nicht schmeckt. Und gestehen Sie es sich zu, auch mal miese Laune zu haben oder schlicht und einfach Nein zu sagen!

Stressfalle Nr. 7: Sich über Leistung definieren

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Sprich: Unser Wert wird über unsere Leistung definiert. Wer nicht mindestens ebenso gut ist wie sein Kollege, hat verloren. Doch Achtung! Machen Sie nicht den Fehler, sich an den anderen zu messen. Denn gesehen werden in der Regel nur dessen Stärken - und die eigenen Schwächen. Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Auch Sie! Konzentrieren Sie sich nicht auf Ihre Schwächen, sondern auf Ihre Stärken. Und schrauben Sie allzu hoch angesetzte Ziele herunter: Sie können nicht auf allen Gebieten top sein!

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