Strenge Rechnung, beste Freunde: Moskau gibt Weißrusslands Diktator Milliarden-Kredit

Weißrussischer Lukaschenko ansonsten völlig isoliert

Russland will dem Nachbarland Weißrussland im Streit um die Zahlung von Erdgas-Schulden in Höhe von einer halben Milliarde Dollar (366 Mio. Euro) mit einem Kredit aushelfen. Die Regierung in Moskau habe sich zur Bereitstellung von 1,5 Milliarden Dollar bereit erklärt, sagte Finanzminister Alexej Kudrin. Allerdings handle es sich erst um einen vorläufigen Beschluss, der noch in den Regierungshaushalt eingearbeitet werden müsse.

Unterdessen kündigte der weißrussische Ministerpräsident Sergej Sidorski eine Reise nach Moskau an, um mit seinem russischen Kollegen über eine Beilegung des Streits mit dem Erdgas-Monopolisten Gazprom zu verhandeln. Hintergrund ist eine Verdopplung des Preises, den Russland von dem Nachbarn für sein Erdgas verlangt. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die entsprechende Einigung heftig kritisiert und zu Wochenbeginn die Chefs dreier staatlicher Energiefirmen entlassen. (APA/red)