Einreisepolitik von

So streng wie nie zuvor:
Einreisebedingungen in die USA

Einreisepolitik - So streng wie nie zuvor:
Einreisebedingungen in die USA © Bild: stockbroker/clipdealer.de

Wer zukünftig in die USA einreisen möchte, muss mehr Daten abgeben als bislang, die Behörden werden ihre Kontrollen verschärfen. Zudem wollen die USA von allen Ländern mehr Informationen einfordern, um die Einreisenden besser überprüfen zu können. Länder, welche diese Informationen verweigern müssen mit Sanktionen rechnen.

Die Maßnahmen lassen sich auch im Zusammenhang mit Donald Trumps verschärften Einreisebedingungen für bestimmte Länder sehen. Verhindern sollen die neuen Einreisebedingungen vor allem, dass eine bestimmte Kategorie Ausländer aus "sich nicht fügenden Staaten" in die USA einreisen – um es in Trumps Worten zu sagen.

Pauschaler Aufnahmestopp aufgehoben

Der pauschale Einreisestopp für Flüchtlinge aus 11 muslimischen Ländern ist mittlerweile aufgehoben worden. Dennoch haben sich die Einreisebestimmungen seit Trumps Amtsantritt vor rund einem Jahr drastisch verschärft. Besonders Einreisende aus sogenannten "Hochrisikoländern" gelten als potentielle Extremisten und haben zunehmend Probleme in die USA einzureisen.

»Dies ist das erste Mal, dass die amerikanische Regierung Informations-Standards setzt, die von allen Ländern, vor allem mit Blick auf die Überprüfung von Einwanderern und Reisenden gefordert werden«

So stand es in der offiziellen Mitteilung. Von den Ländern wird nun unter anderem erwartet, dass sie erklären "kein Rückzugsort für Terroristen" zu sein und dass sie Bürger zurücknehmen, wenn diese zum Verlassen aufgefordert würden. Weiterhin sollen alle Länder nun die Pläne für elektronische Reisepässe vorantreiben und entsprechende Dokumente schnellstmöglich einführen. Informationen zu Vorstrafen müssen dabei ebenfalls übermittelt werden.

Durchsuchung elektronischer Geräte

Zunächst einmal hat die US-Zoll und Grenzschutzbehörde ihre Richtlinien im Bezug auf die Durchsuchung elektronischer Geräte verschärft. Beamten dürfen somit prinzipiell eine Entsperrung von Laptops, Smartphones und Co. fordern und sogar Apps und Daten untersuchen. Auf Informationen die in der Cloud liegen kann hingegen nicht zugegriffen werden. Weiterhin wird die Untersuchung von Einreisenden in die Kategorien "einfache" und "fortgeschrittene" Durchsuchung unterteilt. Bei einer fortgeschrittenen Durchsuchung können im Zweifel sogar Daten vom Laptop / Smartphone kopiert werden. Unter Trump haben die Durchsuchungen von elektronischen Geräten zugenommen.

Kurzbefragungen und früheres Einchecken

Auch unabhängig von den neuen Regelungen, geht es in Sachen Sicherheit schärfer zu als bisher. Zwar war die Einreise in die USA ohnehin schon immer mit viel bürokratischem Aufwand verbunden. Ein klassisches Visum benötigt man zwar schon lange nicht mehr, die Formalitäten haben es aber durchaus in sich. Allein das elektronische Einreisesystem ESTA enthält zahlreiche Angaben zur Person und die Heimatschutzbehörde hat jederzeit Zugriff auf diese Informationen. Genauere Informationen zum elektronischen Einreisesystem ESTA findet man unter vorstehendem Link.

Zusätzlich zu den existierenden Kontrollen, müssen sich Fluggäste auch auf Kurzbefragungen am Check-In oder am Gate einstellen. Auch müssen Fluggäste unter Umständen früher einchecken, da entsprechend viel Zeit für die vielseitigen und strengen Sicherheitsmechanismen und das damit verbundene Prozedere einkalkuliert werden muss. So manch ein USA-Reisender fragt sich daher inzwischen, ob er überhaupt noch willkommen ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten...