Streit um Olympia-Liederabend: Strache spricht von "schmutzigem Journalismus"

Angeblich keine "bedenklichen Lieder" gesungen Sperl: Rechtsextreme Texte wurden vorgetragen

Streit um einen angeblichen Liederabend der Burschenschaft Olympia: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache weist den Vorwurf von "Standard"-Chefredakteur Gerfried Sperl zurück, wonach bei dem Abend der deutsche "Liedermacher" Michael Müller Texte mit rechtsextremen Inhalt vorgetragen haben soll, scharf zurück. Dies sei "schmutziger Journalismus", Sperl werde mit Klagen zugedeckt werden müssen, sagte Strache.

Bei der Veranstaltung - Strache sprach von einem "Folklore-Abend" - seien zwei Staatspolizisten anwesend gewesen, so Strache. Dort seien keine "bedenklichen Lieder" gesungen worden, weil sonst hätte die Polizei wohl eingegriffen. Sperl hatte gemeint, unter anderem soll Müller eine Liedzeile - offenbar in Abwandlung eines Stückes von Udo Jürgens - mit den Textzeilen "Mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis sechs Millionen Juden, da ist der Ofen an (...)" gesungen haben.

Graf, der Mitglied in der Olympia ist, hatte die Vorwürfe in der "Pressestunde" zurückgewiesen, er kenne Müller nicht. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte danach gegenüber der APA angekündigt, sich "die Sache anzuschauen". Strache selbst ist nicht Mitglied in der Olympia, sondern in der Wiener pennalen Burschenschaft Vandalia. Bei dem umstrittenen "Liederabend" war der FP-Obmann laut seinem Pressesprecher nicht dabei.

(apa/red)