Streifzug durch eine wachgeküsste Stadt:
Hermannstadt ist heuer Kulturhauptstadt

1.000 Veranstaltungen locken Gäste nach Rumänien Das historische Erbe erstrahl schon im neuen Glanz

Streifzug durch eine wachgeküsste Stadt:
Hermannstadt ist heuer Kulturhauptstadt

Hermannstadt in Rumänien. 1.000 Events machen Lust, die liebevoll restaurierte Kulturhauptstadt '07 zu entdecken.

Vor mehr als 800 Jahren von deutschen Siedlern gegründet, bestimmten die Siebenbürger Sachsen über Jahrhunderte hinweg die Geschicke von Sibiu oder Hermannstadt, verteidigten sie erfolgreich vor einfallenden Türken, errichteten Abwehrwälle und machten aus ihr eine Perle des Handels und der Kultur.
Ein Deutscher ist auch verantwortlich dafür, dass dieses historische Erbe nun wieder in altem Glanz erstrahlt: Klaus Johannis, der Bürgermeister.

Aus dem Kommunismus erwacht
Obwohl die deutschsprachige Minderheit heute nur noch zwei Prozent der Einwohner stellt, trauten es die Rumänen nur ihm zu, ihre Stadt aus dem tristen Grau des Kommunismus zu befreien, und stimmten zu 90 Prozent für ihn als Bürgermeister. "Seither", erinnert sich Johannis, "haben wir nicht aufgehört, zu bauen, zu renovieren und zu restaurieren, um uns Europa nach Jahrzehnten als wiedererwachte Stadt zu präsentieren."

Endlich Mitglied
Jetzt, nachdem Rumänien mit Jahresbeginn der EU beigetreten ist, gibt es für Sibiu keinen besseren Zeitpunkt, in der Auslage zu stehen: mit frisch gepflasterten Plätzen, fröhlich vielfarbigen Häusern und sorgfältig renovierten Kulturdenkmälern - wie etwa dem Brukenthal-Museum aus der Habsburger-Epoche.

1.000 Events in einem Jahr
Von der Klassik bis zur Gegenwart, von Literatur bis Lyrik - mehr als 1.000 Veranstaltungen sind in der Kulturhauptstadt heuer geplant. "Jazz wird es genauso geben wie Violinkonzerte mit Pierre Amoyal oder Mikhael Petukhov am Piano", erklärt Ioan Bojin. Er ist Direktor des Thalia-Theaters, der Heimstätte der rumänischen Staatsphilharmonie und einer der Hauptschauplätze vieler Events. Andere Veranstaltungen machen die ganze Region, das sagenumwobene Transsylvanien, zu ihrer Bühne.

Der Vampir ist out
Nur einer bleibt außen vor, auch wenn er noch so bekannt sein mag: Graf Dracula. Die blutrünstige Romanfigur und ihr nicht weniger grausames historisches Vorbild haben bei den Feierlichkeiten nichts verloren. Denn auf Vampirgrüße hat im wachgeküssten Sibiu niemand Lust.

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