Bestechung von

Strasser im Gefängnis

Ex-Innenminister und EU-Parlamentarier bezog Zelle in Haftanstalt Wien-Simmering

Ernst Strasser © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Der ehemalige Innenminister und ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Ernst Strasser, hat am Donnerstag seine Gefängniszelle in der Haftanstalt Wien-Simmering bezogen. Entsprechende Medienberichte wurden von Strassers Anwalt Thomas Kralik bestätigt.

Strasser hätte versuchen können, seinen Haftantritt bis nach Weihnachten zu verzögern, darauf wurde aber verzichtet. Sein Mandant wolle "das hinter sich bringen, und zwar so schnell wie möglich", erklärte Kralik.

Strasser muss mindestens sechs Monate absitzen

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte im Oktober den Schuldspruch gegen Strasser wegen Bestechlichkeit in der sogenannten Lobbyisten-Affäre endgültig bestätigt. Die von Strasser dagegen eingebrachte Nichtigkeitsbeschwerde wurde verworfen, die Strafe von dreieinhalb auf drei Jahre unbedingt reduziert. Der vormalige ÖVP-Spitzenpolitiker muss jedenfalls sechs Monate im Gefängnis absitzen. Erst dann hat er die Möglichkeit, den elektronisch überwachten Hausarrest zu beantragen.

Kommentare

Um 100.000 schreibt Pilz nicht mal ein Mail.

Der geht wenigsten ohne groß herum zu Tönen. Jetzt brauchen wir bald ein eigenes Gefängnis für unsere Politiker. Er wird nicht der letzte gewesen sein. Eigentlich ist es ja nur eine Frage der Zeit, wann der nächste erwischt wird und gar nicht ob es passiert.

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