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Straßen-WM 2018 in Tirol

Zuschlag für Ausrichtung von 12 Rennen. Streckenführung vorerst nicht fixiert

Radsport-Feature © Bild: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Tirol hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Straßen-Weltmeisterschaft im September 2018 erhalten. Das entschied das Management-Komitee des Radsport-Weltverbandes (UCI) am Montag in Heusden-Zolder/BEL. Damit finden in zwei Jahren zwölf Rennen verteilt auf das Landesgebiet statt. Österreich ist zum dritten Mal nach 1987 (Villach/Faaker See) und 2006 (Salzburg) Ausrichter des Großereignisses.

"Wir alle sind überglücklich, dass unsere Anstrengungen belohnt wurden", freute sich Wolfgang Weiss, neben Tirol Cycling Team-Chef Thomas Pupp und Ex-Radprofi Georg Totschnig Hauptinitiator der Bewerbung Tirols.

Der Zuschlag für die Trägerstadt Innsbruck in Konkurrenz mit ursprünglich zwei Mitbewerbern war bereits im September 2015 erwartet worden. Damals einigte man sich aufgrund noch ausstehender Vorbereitungsarbeiten aber auf eine Verschiebung der Entscheidung um vier Monate.

"Eine der schwersten Welmeisterschaften"

Für Tirol sprach nach eher flachen WM-Kursen in Richmond (USA/2015), Katar (2016) und Bergen (NOR/2017) die geplante Strecke mit schwierigen Anstiegen. "Wir werden eine der schwersten Weltmeisterschaften der Geschichte erleben. Wir planen beim Elite-Rennen einen Kurs mit rund 5.000 Höhenmetern, das gab es noch nie bei einer WM. Nach Jahren von flachen WM-Strecken kommt ein anspruchsvoller Kurs neben den Radstars Chris Froome, Vincenzo Nibali, Nairo Quintana und Co. auch unseren österreichischen Kletterern zugute", erklärte der zweifache Ö-Tour-Sieger Thomas Rohregger, der in die Gespräche mit der UCI eingebunden war.

Die genaue Streckenführungen sind aufgrund ausstehender Verträge mit den Partnergemeinden noch nicht fixiert. Die WM mit zwölf Rennen - Teamzeitfahren, Einzelzeitfahren und Straßenrennen für die Elite und Nachwuchsklassen - wird voraussichtlich acht Tage dauern.

Kostenpunkt: 12 Millionen Euro

Das Großereignis soll nach Angaben des Landes Tirol, in dem 2017 bereits die Biathlon-WM (Hochfilzen) und 2019 die Nordische Ski-WM (Seefeld) stattfinden, geschätzte zwölf Millionen Euro kosten. Der Bund und das Land werden demnach jeweils drei Millionen beitragen. Je eine Million steuern die Tirol Werbung und der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer bei. Die Stadt Innsbruck beteiligt sich mit 680.000 Euro. Weitere Beträge sollen von den beteiligten Regionen kommen. Den Rest sollen Sponsoren und Vermarktungsrechte abdecken. Gerechnet wird mit 400.000 bis 500.000 Zuschauern und einer TV-Übertragung in 150 Länder.

Der OK-Chef der WM muss noch bestimmt werden. 2006 in Salzburg war dies der aktuelle Österreich-Rundfahrt-Chef Wolfgang Weiss.

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