Straßen werden sicherer: Minus 6 Prozent tödliche Verkehrsunfälle in OECD-Staaten

Portugal mit minus 22,3 Prozent auf Platz eins Österreich mit - 5 Prozent nur im unteren Mittelfeld

Die tödlichen Verkehrsunfälle in den OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sind von 2005 auf 2006 um sechs Prozent gesunken. Einer Auswertung der International Road Traffic und Accident Database (IRTAD) zufolge liegt Portugal in dieser Wertung mit einem Rückgang von 22,3 Prozent auf Platz eins, gefolgt von Tschechien (minus 17,3 Prozent) und Frankreich (minus 11,6 Prozent). Österreich rangiert mit einem Minus von 4,9 Prozent im unteren Mittelfeld.

Für Portugal bedeutet minus 22,3 Prozent den stärksten je verzeichneten Rückgang. Gerade in der besonders gefährdeten Zielgruppe der 15- bis 24-Jährigen konnten die größten Erfolge verzeichnet werden: Gegenüber 2005 ist die Zahl der getöteten 15- bis 19-jährigen Portugiesen um rund 49 Prozent zurückgegangen, jene der 20- bis 24-Jährigen um knapp 46 Prozent.

Der am 1. Juli 2006 eingeführte Punkteführerschein wurde in Tschechien als Grund für die positive Entwicklung angegeben. Dies führte im nördlichen Nachbarland dazu, dass die Zahl der Getöteten in der zweiten Jahreshälfte noch stärker zurückging als in der ersten. Der dritte Platz wird von Frankreich belegt. Auch dort sehen Verkehrsexperten den Punkteführerschein als Ursache für den Rückgang. Aber auch der starke Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung in den vergangenen Jahren trug zur Minimierung der Verkehrstoten bei.

Österreich liegt mit einem Minus von 4,9 Prozent am Tabellenende. Im Vergleich der Jahre 2000 und 2005 betrug die Abnahme bei Todesfällen im Straßenverkehr laut OECD-Datenbank noch 21,3 Prozent. Deutlich vor der Alpenrepublik rangieren noch Finnland (minus 11,3 Prozent), die Schweiz (minus 9,6), Japan und Spanien (je minus 7,6) sowie Dänemark (minus 6,0). Klar hinter Österreich liegen Großbritannien (minus 2,0), die Niederlande (minus 0,7), Schweden (plus 1,1), Ungarn (plus 2,1) und Norwegen mit einer Zunahme von neun Prozent.
(APA/red)