Straches neue Ziele für Burgenland-Wahl:
Dritte Kraft und Gemeinderatsverdoppelung

Bürgermeister stellen käme "kleinem Wunder" gleich "Freie Bürgerlisten" sieht er als Zerstörungsaktion

Straches neue Ziele für Burgenland-Wahl:
Dritte Kraft und Gemeinderatsverdoppelung

Die FPÖ hat kurz vor der heutigen burgenländischen Gemeinderatswahl ihr Wahlziel von 70 auf 90 Gemeinderäte erhöht. Die Freiheitlichen wollen drittstärkste Partei werden und ihre 50 Gemeinderäte nahezu verdoppeln, sagte Parteichef Heinz Christian Strache am Rande der zweitägigen FPÖ-Klubklausur in Stegersbach im Gespräch mit der APA und dem ORF-Radio. Strache gestand gleichzeitig ein, dass die Bürgerliste des von der FPÖ abgespaltenen Wolfgang Rauter der Partei Stimmen kosten dürfte.

Die Plattform Freie Bürgerlisten (FBL) des früheren Landesparteichefs bezeichnete Strache als Zerstörungsaktion, die im Sinne von ÖVP und BZÖ sei. Rauter gehe es darum, dass die FPÖ Mandate verliere. Strache und sein Vizeparteichef Norbert Hofer glauben aber ohnehin nicht, dass Rauter seine Wahlziele erreichen wird. Mit den Freiheitlichen habe die Plattform jedenfalls nichts zu tun.

Hofer gestand ein, dass das Burgenland für die FPÖ immer ein schwieriges Terrain gewesen sei. Für die bevorstehende Wahl hofft man dennoch nicht nur auf eine Verdoppelung der Gemeinderäte in den 69 Ortschaften, in denen die FPÖ kandidiere, sondern auch auf das "kleine Wunder" eines Bürgermeisters. Chancen auf den Einzug in die Bürgermeister-Stichwahl ortete Hofer in Oberschützen.

Weitere Themen der Klausur waren die EU-Verfassung, Islamismus und geschiedene Väter. (apa/red)