"Strache ist ein Hassprediger": Kanzler Faymann verurteilt FPÖ-Linie aufs Schärfste

SPÖ: Strache setzt im Wahlkampf nur auf Vorurteile Spindelegger: FP setzt bewusst Akte der Provokation

"Strache ist ein Hassprediger": Kanzler Faymann verurteilt FPÖ-Linie aufs Schärfste © Bild: Reuters/Bader

SPÖ-Chef Faymann attackiert FPÖ-Obmann Strache frontal: "Strache ist ein Hassprediger", erklärt der Bundeskanzler in einem Zeitungsinterview. Faymann bezog sich vor allem auf die FP-Kampagne zur EU-Wahl. Strache setze hier ausschließlich auf Vorurteile, das sei "unerträglich." Auch Außenminister Spindlegger empörte sich über die Wahlkampf-Linie der FPÖ, allerdings ohne die Freiheitlichen direkt zu adressieren.

Auf den laufenden EU-Wahlkampf angesprochen, verurteilte der Minister am Rande des Europaforums in Göttweig die "hetzerischen Wahlkampfparolen, die von einigen Seiten verwendet werden". Auch ein Wahlkampf rechtfertige nicht das Schüren von Feindbildern und von abstrusen Vorurteilen, insbesondere gegen die rund 350.000 Muslime in Österreich. Hier würden bewusst gezielte Akte der Provokation gesetzt, die in aller Entschiedenheit zurückzuweisen seien.

Faymann gegen "Hetze"
Faymann spricht Strache im "Standard"-Interview direkt an. Besonders empört sich der Kanzler über ein Inserat der Freiheitlichen in der "Kronen Zeitung". Der Titel lautet: "FPÖ-Veto gegen EU-Beitritt von Türkei und Israel." Das sei völlig unsinnig, hier Israel zu nennen, da das Land überhaupt kein Beitrittskandidat sei: "Der einzige Grund, Israel hier zu nennen, ist es, antisemitische Vorurteile zu bedienen. Das ist eine Schande." Diese "Hetze" verurteile er scharf.

Auch angesichts der Vorfälle in der Gedenkstätte Ebensee, wo Jugendliche mit rechtsradikalen Aktionen unangenehm aufgefallen waren, kündigt der SPÖ-Vorsitzende "antifaschistische Aufklärungsarbeit" an.

FPÖ schlägt zurück: "Amoklauf"
Als Amoklauf bezeichnete indes die FPÖ die Frontalattacke von Faymann gegen Strache. Damit ramponiere er "das Image des Amtes des Bundeskanzlers noch mehr als dies ohnehin schon der Fall" sei, sagte FPÖ-Generalsekretär Vilimsky.

(apa/red)

Kommentare

ANTISEMITISMUS in Österreich merken wir den schlimmsten beispiellosesten Antisemitismus. Wenn es so weitergeht, wird HC Strache sich für so einiges verantworten müssen!!!!

Wer zeigt Muzicant endlich die Grenzen auf? Dieser selbst ernannte Sittenwächter des Judentums meint wohl, er dürfe in Österreich alles sagen. Der Vergleich Muzicants zwischen dem österr. Innenministers Platter und dem Massenmörder Eichmann im Jänner 2008, hätte schon zu einem Aufschrei führen müssen. Ich habe damals schriftl. beim HPB, bei den Klubobmännern und bei Frau Prammer angefragt, was sie gegen diesen Vertgleich zu tun gedenken. Alles was ich geerntet habe, war betretenes Schweigen. Nun wieder dieser Vergleich mit dem NS-Propagandaminister. Darf dieser Mensch, nur weil er ein Jude ist und die österreichsiche Justiz auf diesem Auge blind zu sein scheint, öffentlich wirklich alles sagen und ohne Folgen beleidigen? Ich erwarte mir von der FPÖ eine Klage gegen Muzicant, weil sie sonst wohl ihre Glaubwürdigkeit verspielt hat.

Gelberdrache
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Rechtsextremismus Ich weiß nicht,aber Herr Muzicant sie überall die NS.Ehgal was man macht,ich wiederum sehe überall die Kriegsmacht Israel.Geben Sie doch entlich mal Ruhe.Die Hand zum Gruß haben auch die Römer gezeigt und das waren keine Nazi.Es stimmt es war eine schlechte Zeit,die man nicht vergessen darf,aber bei allen gleich die Nazi zu sehen find ich doch übertrieben. Michael Z.

darius21 melden

Re: Rechtsextremismus ich finde es bedenklich, wie manche personen hier schreiben. sie wären die ersten, die im gleichschritt marschieren würden, nur weil sie in ihrem selbstwertgefühl so minder bemittelt sind, dass sie sich hinter einer braunen partei wie der fpö verstecken müssen.
lernt mal geschichte!!!!

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Re: Rechtsextremismus Darius21 ein perfektes Kommentar!!! ;)

Mehr denken, weniger Plaudern Der Sager des ehem. Kärntner Landeshauptmannes war nicht nur "historisch problematisch", sondern eine absolute Gemeinheit gegenüber den Opfern des Nazi-Verbrecherstaates.

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