Storch lässt sich derzeit nicht oft blicken:
Österreicherinnen kriegen weniger Kinder

Geburtenrate ging im 1. Halbjahr um 2,7 % zurück 2008 wurden noch um 1.193 Säuglinge mehr geboren<br>Nur in der Steiermark ließ sich Zuwachs verzeichnen

Storch lässt sich derzeit nicht oft blicken:
Österreicherinnen kriegen weniger Kinder © Bild: APA/EPA/Lezama

Die Österreicherinnen werden immer mehr zu Kinder-Muffeln. Beinahe in allen Bundesländern ist die Geburtenrate im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 deutlich gesunken. Laut Statistik Austria gab es unter Berücksichtigung des Schaltjahres 2008 um 2,7 Prozent weniger Geburten, in Absolutzahlen waren es mit 35.294 Neugeborenen um 1.193 weniger als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung des Schaltjahres betrug der Rückgang gar 3,2 Prozent.

In den vergangenen zwölf Monaten - Juli 2008 bis Juni 2009 - war die vorläufige Summe der in Österreich zur Welt gekommenen Babys mit 75.495 um 0,4 Prozent bzw. 284 niedriger als in der vorangegangenen Zwölfmonatsperiode. Der um den Schalttag bereinigte Rückgang der vergangenen zwölf Monate betrug 0,1 Prozent. Gestiegen ist hingegen die Unehelichenquote in den vergangenen zwölf Monaten von 38,4 auf 38,9 Prozent. Das ist der Anteil der unehelich geborenen Kinder an allen Lebendgeborenen.

Mehr Babys nur in der Steiermark
Von Jänner bis Juni 2009 meldeten die Standesämter aller Bundesländer mit Ausnahme der Steiermark Geburtenrückgänge. Nur in der Grünen Mark gab es ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Die deutlichsten Rückgänge der Geburtenzahlen wurden in Salzburg (minus 9,1 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Kärnten mit 8,7 Prozent weniger. In Vorarlberg waren es um 5,6 Prozent weniger und Niederösterreich mit einem Minus von 3,6 Prozent. Oberösterreich wies einen Rückgang von 3,1 Prozent auf, das Burgenland hatte um 2,8 Prozent weniger Neugeborene, Tirol um 2,0 Prozent und Wien um 1,7 Prozent. (apa/red)